
Lev Versicherungsheäre!
Liebe Versicherungsherren!
Text Mundart
Text hochdeutsch
Vör Joahre hau ech e kleen Hüske jebuut. Do hau ech noch Steen van üever. On sparsam on örentlek wie man es, hau ech die op der Sölder brauch.
Wie ech nu de Rent kriech sätt de Frau, Vadder solle vör os net epaar Hönderkes haute? Ja, Änneke, wu solle vör die da sette? Auchter et Hootschöppke kösch du doch e kleen Honderhüske bue. Steen dofüer häste doch noch op der sölder legge, die kannste joa obbruuke.
Sparsam und ordentlich, wie man nun mal ist, habe ich diese auf dem Speicher aufbewahrt.
Als ich nun die Rente bekam, sagte meine Frau:
„Vater, sollen wir uns nicht ein paar Hühner anschaffen?“
„Ja, Änneke,“ sagte ich, „wo sollen wir die denn hinsetzen?“
„Hinter das Holzschüppchen kannst du doch ein kleines Hühnerhäuschen bauen.
Steine dafür hast du ja noch auf dem Speicher liegen, die kannst du ja aufbrauchen.“
habe ich mir am Speicherfenster einen Balken angebracht und daran eine Rolle befestigt, über die ein Seil laufen sollte.
Alles war fest, wie ein Kai. Mein Nachbar hat es sogar gesehen und bezeugt.
die ich dann durchs Fenster hinunterließ, bis sie an der Rolle hing.
Das andere Ende des Seils habe ich unten am Boden an einem Pfahl festgemacht.
Als ich wieder unten war, wollte ich die Kiste langsam herunterlassen.
Ich machte also das Seil los, dachte aber nicht daran,
dass die Steine in der Kiste schwerer waren als ich selbst.
So kam es, dass die Kiste, die hinunterraste, mich nach oben zog.
Auf halber Höhe stieß mich die Kiste und schlug mir die rechte Schulter kaputt.
und oben angekommen knallte ich mit dem Kopf gegen den Balken.
Da sah ich die Engelchen mit den Teufelchen tanzen.
Der Arzt meint, das wird wohl nichts Dauerhaftes.
ich wollte ja nicht herunterfallen.
In diesem Moment schlug die Kiste unten auf den Boden.
Durch den heftigen Aufprall riss der Kistenboden entzwei.
Nun war die Kiste leichter als ich.
Was geschah also?
Ich – als der schwerere Teil – sauste wieder hinunter,
die Kiste – als der leichtere Teil – schoss nach oben.
Ein Brett traf mich auf die Brust – drei Rippen gebrochen.
Als die Kiste oben ankam, fiel ich unten auf die Steine.
Bein gebrochen, Bewusstsein verloren.
Weil ich nicht mehr bei Sinnen war, ließ ich das Seil los.
und fiel mir mitten ins Gesicht.
Sehen konnte ich nichts mehr – ich war ohnmächtig.
ist das Ergebnis dieser Geschichte.
Das Schlimmste aber ist: Ich habe immer noch starke Zahnschmerzen.
schicke ich Ihnen die Rechnung für alles.
Bezahlen Sie die nicht, erzähle ich die Geschichte noch einmal –
und dann gehe ich mit Ihnen vor Gericht.
Und was man ohne Verstand tut – dafür kann keiner was,
ich auch nicht.
Text Mundart
Lev Versicherungsheäre!
Ech bön noch en et Kraunkehuus. Jott sei Daunk, es mine Kopp wer kloar. Äver dät ör mech dät Malör dra wellt drie, on net betaale wellt, kann ech mech net jefalle latte. Wie et jejaungen hätt, well ech Öch ens flott scheldere:
Vör Joahre hau ech e kleen Hüske jebuut. Do hau ech noch Steen van üever. On sparsam on örentlek wie man es, hau ech die op der Sölder brauch.
Wie ech nu de Rent kriech sätt de Frau, Vadder solle vör os net epaar Hönderkes haute? Ja, Änneke, wu solle vör die da sette? Auchter et Hootschöppke kösch du doch e kleen Honderhüske bue. Steen dofüer häste doch noch op der sölder legge, die kannste joa obbruuke.
Vör die Steen jemäkelech eronger de krie, hau ech mech oave an dät Sölder-fenster ene Balk veraunkert, on do dran en Roll, doa soll dät Seel drü-ver loope. Alles woar so faas, wie ene Kai. Mine Nobber hätt et jesien on betuücht et.
An dät Seel hau ech en Hootkees dra jebonge, die ech nau jen Looch troch, bes se an de Roll woar. Dät aunger Seeläng hau ech an e Pöllke en der Jrond faas jelaucht.
Nu bön ech erop jejaunge, on han die Kees voll Steen jelaa, erongerje-jaunge, wool ech die Kees met die Steen an dät Seel langsam eronger lat-te. Ech mek dät Seel loas, hau ävel net dra jedauch, dät die Steen en die Kees schwoader woare as ech.
Wie die Kees aföngt eronger de komme, heel ech dät Seel fas ejen Häng, dät die Steen net eronger feele on ka-pott jenge. Sue koam et dann, dät die Kees met die Steen, die eronger koam, mech no oave troch. Op halve Höchde rakkde mech die Kees on schlooch mech de rächte Schoer kapott.
De Kees no onge on ech no oave on met de Dätz vör de Balk an. Doa soach ech de Engelkes met de Düvel-kes danze. D’r Dokter ment, doavan wüet es nix behaute. Döschtech beduselt, heel ech dät Seel fas, van die Höchde wool ech doch neet eronger falle. En dä Ochebleck schloch die Kees met die Steen on-gen op. Duer däe däfteje Pardaf kragde dä Keesteboam kapott.
Sue koam et, dät die Kees leechter woar as ech. Watt passiede? Als schwoder Deel sausde ech no onge, on die Siebräer van die Kees no oave. En de Medde koame vör os wer tänge. E Breätt mech vör die Brost an. Dri Röppe je-broake.
wie die Kees oave woar, feel ech onge ob die Steen overoo. Been jebroake on et Leech jeng mech futt. Weil ech neet mie doa woar, han ech et Seel loas jelatte. Oahne Jejegewech sausde die Kees no onge, on feel mech en et Jesech. Sieen koosch ech no nix, ech woar joa van de Wält av. Dät ech nu ongen on oave e Jebett ha mott. es mech et ärjste, ech hau noch staatse Täng.
Wenn ech wer jesond bön, on nü Täng han, scheck ech öch de Rechnung van alles. Betallt ör alles, vertäll ech et wier, on aungesch jonn ech met öch an et Jerech. Ech ha fasjehaute su laung ech bi Verstaund woar. On watt man oahne Verstaund deet, ka jene vüer, och ech neet.
Text hochdeutsch
Liebe Versicherungsherren!
Ich liege noch im Krankenhaus. Gott sei Dank ist mein Kopf wieder klar. Aber dass Sie mir den Unfall anlasten und nicht bezahlen wollen, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Wie es sich wirklich zugetragen hat, will ich Ihnen hier kurz schildern:
Vor Jahren habe ich mir ein kleines Häuschen gebaut. Da hatte ich noch Steine übrig.
Sparsam und ordentlich, wie man nun mal ist, habe ich diese auf dem Speicher aufbewahrt.
Als ich nun die Rente bekam, sagte meine Frau:
„Vater, sollen wir uns nicht ein paar Hühner anschaffen?“
„Ja, Änneke,“ sagte ich, „wo sollen wir die denn hinsetzen?“
„Hinter das Holzschüppchen kannst du doch ein kleines Hühnerhäuschen bauen.
Steine dafür hast du ja noch auf dem Speicher liegen, die kannst du ja aufbrauchen.“
Um die Steine bequem vom Speicher herunterzubekommen,
habe ich mir am Speicherfenster einen Balken angebracht und daran eine Rolle befestigt, über die ein Seil laufen sollte.
Alles war fest, wie ein Kai. Mein Nachbar hat es sogar gesehen und bezeugt.
An das Seil habe ich eine Holzkiste gebunden,
die ich dann durchs Fenster hinunterließ, bis sie an der Rolle hing.
Das andere Ende des Seils habe ich unten am Boden an einem Pfahl festgemacht.
Dann bin ich wieder hinaufgestiegen und habe die Kiste mit Steinen vollgeladen.
Als ich wieder unten war, wollte ich die Kiste langsam herunterlassen.
Ich machte also das Seil los, dachte aber nicht daran,
dass die Steine in der Kiste schwerer waren als ich selbst.
Als die Kiste anfing herunterzusausen, hielt ich das Seil mit beiden Händen fest, damit die Steine nicht hinunterfielen und zerbrachen.
So kam es, dass die Kiste, die hinunterraste, mich nach oben zog.
Auf halber Höhe stieß mich die Kiste und schlug mir die rechte Schulter kaputt.
Die Kiste nach unten, ich nach oben –
und oben angekommen knallte ich mit dem Kopf gegen den Balken.
Da sah ich die Engelchen mit den Teufelchen tanzen.
Der Arzt meint, das wird wohl nichts Dauerhaftes.
Benommen, aber noch bei Sinnen, hielt ich das Seil weiter fest –
ich wollte ja nicht herunterfallen.
In diesem Moment schlug die Kiste unten auf den Boden.
Durch den heftigen Aufprall riss der Kistenboden entzwei.
Nun war die Kiste leichter als ich.
Was geschah also?
Ich – als der schwerere Teil – sauste wieder hinunter,
die Kiste – als der leichtere Teil – schoss nach oben.
In der Mitte trafen wir uns wieder.
Ein Brett traf mich auf die Brust – drei Rippen gebrochen.
Als die Kiste oben ankam, fiel ich unten auf die Steine.
Bein gebrochen, Bewusstsein verloren.
Weil ich nicht mehr bei Sinnen war, ließ ich das Seil los.
Ohne Gegengewicht sauste die Kiste wieder nach unten –
und fiel mir mitten ins Gesicht.
Sehen konnte ich nichts mehr – ich war ohnmächtig.
Dass ich jetzt oben und unten im Bett liegen muss,
ist das Ergebnis dieser Geschichte.
Das Schlimmste aber ist: Ich habe immer noch starke Zahnschmerzen.
Wenn ich wieder gesund bin und noch Zähne habe,
schicke ich Ihnen die Rechnung für alles.
Bezahlen Sie die nicht, erzähle ich die Geschichte noch einmal –
und dann gehe ich mit Ihnen vor Gericht.
Ich habe mich so lange beherrscht, wie ich bei Verstand war.
Und was man ohne Verstand tut – dafür kann keiner was,
ich auch nicht.
Dann zeig es uns!
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Liebe Versicherungsherren!
Ich liege noch im Krankenhaus. Gott sei Dank ist mein Kopf wieder klar. Aber dass Sie mir den Unfall anlasten und nicht bezahlen wollen, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Wie es sich wirklich zugetragen hat, will ich Ihnen hier kurz schildern:
Vor Jahren habe ich mir ein kleines Häuschen gebaut. Da hatte ich noch Steine übrig.
Sparsam und ordentlich, wie man nun mal ist, habe ich diese auf dem Speicher aufbewahrt.
Als ich nun die Rente bekam, sagte meine Frau:
„Vater, sollen wir uns nicht ein paar Hühner anschaffen?“
„Ja, Änneke,“ sagte ich, „wo sollen wir die denn hinsetzen?“
„Hinter das Holzschüppchen kannst du doch ein kleines Hühnerhäuschen bauen.
Steine dafür hast du ja noch auf dem Speicher liegen, die kannst du ja aufbrauchen.“
Um die Steine bequem vom Speicher herunterzubekommen,
habe ich mir am Speicherfenster einen Balken angebracht und daran eine Rolle befestigt, über die ein Seil laufen sollte.
Alles war fest, wie ein Kai. Mein Nachbar hat es sogar gesehen und bezeugt.
An das Seil habe ich eine Holzkiste gebunden,
die ich dann durchs Fenster hinunterließ, bis sie an der Rolle hing.
Das andere Ende des Seils habe ich unten am Boden an einem Pfahl festgemacht.
Dann bin ich wieder hinaufgestiegen und habe die Kiste mit Steinen vollgeladen.
Als ich wieder unten war, wollte ich die Kiste langsam herunterlassen.
Ich machte also das Seil los, dachte aber nicht daran,
dass die Steine in der Kiste schwerer waren als ich selbst.
Als die Kiste anfing herunterzusausen, hielt ich das Seil mit beiden Händen fest, damit die Steine nicht hinunterfielen und zerbrachen.
So kam es, dass die Kiste, die hinunterraste, mich nach oben zog.
Auf halber Höhe stieß mich die Kiste und schlug mir die rechte Schulter kaputt.
Die Kiste nach unten, ich nach oben –
und oben angekommen knallte ich mit dem Kopf gegen den Balken.
Da sah ich die Engelchen mit den Teufelchen tanzen.
Der Arzt meint, das wird wohl nichts Dauerhaftes.
Benommen, aber noch bei Sinnen, hielt ich das Seil weiter fest –
ich wollte ja nicht herunterfallen.
In diesem Moment schlug die Kiste unten auf den Boden.
Durch den heftigen Aufprall riss der Kistenboden entzwei.
Nun war die Kiste leichter als ich.
Was geschah also?
Ich – als der schwerere Teil – sauste wieder hinunter,
die Kiste – als der leichtere Teil – schoss nach oben.
In der Mitte trafen wir uns wieder.
Ein Brett traf mich auf die Brust – drei Rippen gebrochen.
Als die Kiste oben ankam, fiel ich unten auf die Steine.
Bein gebrochen, Bewusstsein verloren.
Weil ich nicht mehr bei Sinnen war, ließ ich das Seil los.
Ohne Gegengewicht sauste die Kiste wieder nach unten –
und fiel mir mitten ins Gesicht.
Sehen konnte ich nichts mehr – ich war ohnmächtig.
Dass ich jetzt oben und unten im Bett liegen muss,
ist das Ergebnis dieser Geschichte.
Das Schlimmste aber ist: Ich habe immer noch starke Zahnschmerzen.
Wenn ich wieder gesund bin und noch Zähne habe,
schicke ich Ihnen die Rechnung für alles.
Bezahlen Sie die nicht, erzähle ich die Geschichte noch einmal –
und dann gehe ich mit Ihnen vor Gericht.
Ich habe mich so lange beherrscht, wie ich bei Verstand war.
Und was man ohne Verstand tut – dafür kann keiner was,
ich auch nicht.
Lev Versicherungsheäre!
Ech bön noch en et Kraunkehuus. Jott sei Daunk, es mine Kopp wer kloar. Äver dät ör mech dät Malör dra wellt drie, on net betaale wellt, kann ech mech net jefalle latte. Wie et jejaungen hätt, well ech Öch ens flott scheldere:
Vör Joahre hau ech e kleen Hüske jebuut. Do hau ech noch Steen van üever. On sparsam on örentlek wie man es, hau ech die op der Sölder brauch.
Wie ech nu de Rent kriech sätt de Frau, Vadder solle vör os net epaar Hönderkes haute? Ja, Änneke, wu solle vör die da sette? Auchter et Hootschöppke kösch du doch e kleen Honderhüske bue. Steen dofüer häste doch noch op der sölder legge, die kannste joa obbruuke.
Vör die Steen jemäkelech eronger de krie, hau ech mech oave an dät Sölder-fenster ene Balk veraunkert, on do dran en Roll, doa soll dät Seel drü-ver loope. Alles woar so faas, wie ene Kai. Mine Nobber hätt et jesien on betuücht et.
An dät Seel hau ech en Hootkees dra jebonge, die ech nau jen Looch troch, bes se an de Roll woar. Dät aunger Seeläng hau ech an e Pöllke en der Jrond faas jelaucht.
Nu bön ech erop jejaunge, on han die Kees voll Steen jelaa, erongerje-jaunge, wool ech die Kees met die Steen an dät Seel langsam eronger lat-te. Ech mek dät Seel loas, hau ävel net dra jedauch, dät die Steen en die Kees schwoader woare as ech.
Wie die Kees aföngt eronger de komme, heel ech dät Seel fas ejen Häng, dät die Steen net eronger feele on ka-pott jenge. Sue koam et dann, dät die Kees met die Steen, die eronger koam, mech no oave troch. Op halve Höchde rakkde mech die Kees on schlooch mech de rächte Schoer kapott.
De Kees no onge on ech no oave on met de Dätz vör de Balk an. Doa soach ech de Engelkes met de Düvel-kes danze. D’r Dokter ment, doavan wüet es nix behaute. Döschtech beduselt, heel ech dät Seel fas, van die Höchde wool ech doch neet eronger falle. En dä Ochebleck schloch die Kees met die Steen on-gen op. Duer däe däfteje Pardaf kragde dä Keesteboam kapott.
Sue koam et, dät die Kees leechter woar as ech. Watt passiede? Als schwoder Deel sausde ech no onge, on die Siebräer van die Kees no oave. En de Medde koame vör os wer tänge. E Breätt mech vör die Brost an. Dri Röppe je-broake.
wie die Kees oave woar, feel ech onge ob die Steen overoo. Been jebroake on et Leech jeng mech futt. Weil ech neet mie doa woar, han ech et Seel loas jelatte. Oahne Jejegewech sausde die Kees no onge, on feel mech en et Jesech. Sieen koosch ech no nix, ech woar joa van de Wält av. Dät ech nu ongen on oave e Jebett ha mott. es mech et ärjste, ech hau noch staatse Täng.
Wenn ech wer jesond bön, on nü Täng han, scheck ech öch de Rechnung van alles. Betallt ör alles, vertäll ech et wier, on aungesch jonn ech met öch an et Jerech. Ech ha fasjehaute su laung ech bi Verstaund woar. On watt man oahne Verstaund deet, ka jene vüer, och ech neet.
Lev Versicherungsheäre! - Liebe Versicherungsherren!
Vör Joahre hau ech e kleen Hüske jebuut. Do hau ech noch Steen van üever. On sparsam on örentlek wie man es, hau ech die op der Sölder brauch.
Wie ech nu de Rent kriech sätt de Frau, Vadder solle vör os net epaar Hönderkes haute? Ja, Änneke, wu solle vör die da sette? Auchter et Hootschöppke kösch du doch e kleen Honderhüske bue. Steen dofüer häste doch noch op der sölder legge, die kannste joa obbruuke.
Sparsam und ordentlich, wie man nun mal ist, habe ich diese auf dem Speicher aufbewahrt.
Als ich nun die Rente bekam, sagte meine Frau:
„Vater, sollen wir uns nicht ein paar Hühner anschaffen?“
„Ja, Änneke,“ sagte ich, „wo sollen wir die denn hinsetzen?“
„Hinter das Holzschüppchen kannst du doch ein kleines Hühnerhäuschen bauen.
Steine dafür hast du ja noch auf dem Speicher liegen, die kannst du ja aufbrauchen.“
habe ich mir am Speicherfenster einen Balken angebracht und daran eine Rolle befestigt, über die ein Seil laufen sollte.
Alles war fest, wie ein Kai. Mein Nachbar hat es sogar gesehen und bezeugt.
die ich dann durchs Fenster hinunterließ, bis sie an der Rolle hing.
Das andere Ende des Seils habe ich unten am Boden an einem Pfahl festgemacht.
Als ich wieder unten war, wollte ich die Kiste langsam herunterlassen.
Ich machte also das Seil los, dachte aber nicht daran,
dass die Steine in der Kiste schwerer waren als ich selbst.
So kam es, dass die Kiste, die hinunterraste, mich nach oben zog.
Auf halber Höhe stieß mich die Kiste und schlug mir die rechte Schulter kaputt.
und oben angekommen knallte ich mit dem Kopf gegen den Balken.
Da sah ich die Engelchen mit den Teufelchen tanzen.
Der Arzt meint, das wird wohl nichts Dauerhaftes.
ich wollte ja nicht herunterfallen.
In diesem Moment schlug die Kiste unten auf den Boden.
Durch den heftigen Aufprall riss der Kistenboden entzwei.
Nun war die Kiste leichter als ich.
Was geschah also?
Ich – als der schwerere Teil – sauste wieder hinunter,
die Kiste – als der leichtere Teil – schoss nach oben.
Ein Brett traf mich auf die Brust – drei Rippen gebrochen.
Als die Kiste oben ankam, fiel ich unten auf die Steine.
Bein gebrochen, Bewusstsein verloren.
Weil ich nicht mehr bei Sinnen war, ließ ich das Seil los.
und fiel mir mitten ins Gesicht.
Sehen konnte ich nichts mehr – ich war ohnmächtig.
ist das Ergebnis dieser Geschichte.
Das Schlimmste aber ist: Ich habe immer noch starke Zahnschmerzen.
schicke ich Ihnen die Rechnung für alles.
Bezahlen Sie die nicht, erzähle ich die Geschichte noch einmal –
und dann gehe ich mit Ihnen vor Gericht.
Und was man ohne Verstand tut – dafür kann keiner was,
ich auch nicht.

Leev Stömpke – Liebes Kerlchen!
Leev Stömpke – Liebes Kerlchen!

Lev Versicherungsheäre! – Liebe Versicherungsherren!
Lev Versicherungsheäre! – Liebe Versicherungsherren!

Wenkmühle ut der Sälfkank – Windmühle aus dem Selfkant
Wenkmühle ut der Sälfkank – Windmühle aus dem Selfkant

Meßdener – Messdiener
Meßdener – Messdiener
Lev Versicherungsheäre! – Liebe Versicherungsherren!
Liebe Versicherungsherren!
Lev Versicherungsheäre!
Liebe Versicherungsherren!
Ich liege noch im Krankenhaus. Gott sei Dank ist mein Kopf wieder klar. Aber dass Sie mir den Unfall anlasten und nicht bezahlen wollen, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Wie es sich wirklich zugetragen hat, will ich Ihnen hier kurz schildern:
Vor Jahren habe ich mir ein kleines Häuschen gebaut. Da hatte ich noch Steine übrig.
Sparsam und ordentlich, wie man nun mal ist, habe ich diese auf dem Speicher aufbewahrt.
Als ich nun die Rente bekam, sagte meine Frau:
„Vater, sollen wir uns nicht ein paar Hühner anschaffen?“
„Ja, Änneke,“ sagte ich, „wo sollen wir die denn hinsetzen?“
„Hinter das Holzschüppchen kannst du doch ein kleines Hühnerhäuschen bauen.
Steine dafür hast du ja noch auf dem Speicher liegen, die kannst du ja aufbrauchen.“
Um die Steine bequem vom Speicher herunterzubekommen,
habe ich mir am Speicherfenster einen Balken angebracht und daran eine Rolle befestigt, über die ein Seil laufen sollte.
Alles war fest, wie ein Kai. Mein Nachbar hat es sogar gesehen und bezeugt.
An das Seil habe ich eine Holzkiste gebunden,
die ich dann durchs Fenster hinunterließ, bis sie an der Rolle hing.
Das andere Ende des Seils habe ich unten am Boden an einem Pfahl festgemacht.
Dann bin ich wieder hinaufgestiegen und habe die Kiste mit Steinen vollgeladen.
Als ich wieder unten war, wollte ich die Kiste langsam herunterlassen.
Ich machte also das Seil los, dachte aber nicht daran,
dass die Steine in der Kiste schwerer waren als ich selbst.
Als die Kiste anfing herunterzusausen, hielt ich das Seil mit beiden Händen fest, damit die Steine nicht hinunterfielen und zerbrachen.
So kam es, dass die Kiste, die hinunterraste, mich nach oben zog.
Auf halber Höhe stieß mich die Kiste und schlug mir die rechte Schulter kaputt.
Die Kiste nach unten, ich nach oben –
und oben angekommen knallte ich mit dem Kopf gegen den Balken.
Da sah ich die Engelchen mit den Teufelchen tanzen.
Der Arzt meint, das wird wohl nichts Dauerhaftes.
Benommen, aber noch bei Sinnen, hielt ich das Seil weiter fest –
ich wollte ja nicht herunterfallen.
In diesem Moment schlug die Kiste unten auf den Boden.
Durch den heftigen Aufprall riss der Kistenboden entzwei.
Nun war die Kiste leichter als ich.
Was geschah also?
Ich – als der schwerere Teil – sauste wieder hinunter,
die Kiste – als der leichtere Teil – schoss nach oben.
In der Mitte trafen wir uns wieder.
Ein Brett traf mich auf die Brust – drei Rippen gebrochen.
Als die Kiste oben ankam, fiel ich unten auf die Steine.
Bein gebrochen, Bewusstsein verloren.
Weil ich nicht mehr bei Sinnen war, ließ ich das Seil los.
Ohne Gegengewicht sauste die Kiste wieder nach unten –
und fiel mir mitten ins Gesicht.
Sehen konnte ich nichts mehr – ich war ohnmächtig.
Dass ich jetzt oben und unten im Bett liegen muss,
ist das Ergebnis dieser Geschichte.
Das Schlimmste aber ist: Ich habe immer noch starke Zahnschmerzen.
Wenn ich wieder gesund bin und noch Zähne habe,
schicke ich Ihnen die Rechnung für alles.
Bezahlen Sie die nicht, erzähle ich die Geschichte noch einmal –
und dann gehe ich mit Ihnen vor Gericht.
Ich habe mich so lange beherrscht, wie ich bei Verstand war.
Und was man ohne Verstand tut – dafür kann keiner was,
ich auch nicht.
Lev Versicherungsheäre!
Ech bön noch en et Kraunkehuus. Jott sei Daunk, es mine Kopp wer kloar. Äver dät ör mech dät Malör dra wellt drie, on net betaale wellt, kann ech mech net jefalle latte. Wie et jejaungen hätt, well ech Öch ens flott scheldere:
Vör Joahre hau ech e kleen Hüske jebuut. Do hau ech noch Steen van üever. On sparsam on örentlek wie man es, hau ech die op der Sölder brauch.
Wie ech nu de Rent kriech sätt de Frau, Vadder solle vör os net epaar Hönderkes haute? Ja, Änneke, wu solle vör die da sette? Auchter et Hootschöppke kösch du doch e kleen Honderhüske bue. Steen dofüer häste doch noch op der sölder legge, die kannste joa obbruuke.
Vör die Steen jemäkelech eronger de krie, hau ech mech oave an dät Sölder-fenster ene Balk veraunkert, on do dran en Roll, doa soll dät Seel drü-ver loope. Alles woar so faas, wie ene Kai. Mine Nobber hätt et jesien on betuücht et.
An dät Seel hau ech en Hootkees dra jebonge, die ech nau jen Looch troch, bes se an de Roll woar. Dät aunger Seeläng hau ech an e Pöllke en der Jrond faas jelaucht.
Nu bön ech erop jejaunge, on han die Kees voll Steen jelaa, erongerje-jaunge, wool ech die Kees met die Steen an dät Seel langsam eronger lat-te. Ech mek dät Seel loas, hau ävel net dra jedauch, dät die Steen en die Kees schwoader woare as ech.
Wie die Kees aföngt eronger de komme, heel ech dät Seel fas ejen Häng, dät die Steen net eronger feele on ka-pott jenge. Sue koam et dann, dät die Kees met die Steen, die eronger koam, mech no oave troch. Op halve Höchde rakkde mech die Kees on schlooch mech de rächte Schoer kapott.
De Kees no onge on ech no oave on met de Dätz vör de Balk an. Doa soach ech de Engelkes met de Düvel-kes danze. D’r Dokter ment, doavan wüet es nix behaute. Döschtech beduselt, heel ech dät Seel fas, van die Höchde wool ech doch neet eronger falle. En dä Ochebleck schloch die Kees met die Steen on-gen op. Duer däe däfteje Pardaf kragde dä Keesteboam kapott.
Sue koam et, dät die Kees leechter woar as ech. Watt passiede? Als schwoder Deel sausde ech no onge, on die Siebräer van die Kees no oave. En de Medde koame vör os wer tänge. E Breätt mech vör die Brost an. Dri Röppe je-broake.
wie die Kees oave woar, feel ech onge ob die Steen overoo. Been jebroake on et Leech jeng mech futt. Weil ech neet mie doa woar, han ech et Seel loas jelatte. Oahne Jejegewech sausde die Kees no onge, on feel mech en et Jesech. Sieen koosch ech no nix, ech woar joa van de Wält av. Dät ech nu ongen on oave e Jebett ha mott. es mech et ärjste, ech hau noch staatse Täng.
Wenn ech wer jesond bön, on nü Täng han, scheck ech öch de Rechnung van alles. Betallt ör alles, vertäll ech et wier, on aungesch jonn ech met öch an et Jerech. Ech ha fasjehaute su laung ech bi Verstaund woar. On watt man oahne Verstaund deet, ka jene vüer, och ech neet.
Lev Versicherungsheäre! - Liebe Versicherungsherren!
Vör Joahre hau ech e kleen Hüske jebuut. Do hau ech noch Steen van üever. On sparsam on örentlek wie man es, hau ech die op der Sölder brauch.
Wie ech nu de Rent kriech sätt de Frau, Vadder solle vör os net epaar Hönderkes haute? Ja, Änneke, wu solle vör die da sette? Auchter et Hootschöppke kösch du doch e kleen Honderhüske bue. Steen dofüer häste doch noch op der sölder legge, die kannste joa obbruuke.
Sparsam und ordentlich, wie man nun mal ist, habe ich diese auf dem Speicher aufbewahrt.
Als ich nun die Rente bekam, sagte meine Frau:
„Vater, sollen wir uns nicht ein paar Hühner anschaffen?“
„Ja, Änneke,“ sagte ich, „wo sollen wir die denn hinsetzen?“
„Hinter das Holzschüppchen kannst du doch ein kleines Hühnerhäuschen bauen.
Steine dafür hast du ja noch auf dem Speicher liegen, die kannst du ja aufbrauchen.“
habe ich mir am Speicherfenster einen Balken angebracht und daran eine Rolle befestigt, über die ein Seil laufen sollte.
Alles war fest, wie ein Kai. Mein Nachbar hat es sogar gesehen und bezeugt.
die ich dann durchs Fenster hinunterließ, bis sie an der Rolle hing.
Das andere Ende des Seils habe ich unten am Boden an einem Pfahl festgemacht.
Als ich wieder unten war, wollte ich die Kiste langsam herunterlassen.
Ich machte also das Seil los, dachte aber nicht daran,
dass die Steine in der Kiste schwerer waren als ich selbst.
So kam es, dass die Kiste, die hinunterraste, mich nach oben zog.
Auf halber Höhe stieß mich die Kiste und schlug mir die rechte Schulter kaputt.
und oben angekommen knallte ich mit dem Kopf gegen den Balken.
Da sah ich die Engelchen mit den Teufelchen tanzen.
Der Arzt meint, das wird wohl nichts Dauerhaftes.
ich wollte ja nicht herunterfallen.
In diesem Moment schlug die Kiste unten auf den Boden.
Durch den heftigen Aufprall riss der Kistenboden entzwei.
Nun war die Kiste leichter als ich.
Was geschah also?
Ich – als der schwerere Teil – sauste wieder hinunter,
die Kiste – als der leichtere Teil – schoss nach oben.
Ein Brett traf mich auf die Brust – drei Rippen gebrochen.
Als die Kiste oben ankam, fiel ich unten auf die Steine.
Bein gebrochen, Bewusstsein verloren.
Weil ich nicht mehr bei Sinnen war, ließ ich das Seil los.
und fiel mir mitten ins Gesicht.
Sehen konnte ich nichts mehr – ich war ohnmächtig.
ist das Ergebnis dieser Geschichte.
Das Schlimmste aber ist: Ich habe immer noch starke Zahnschmerzen.
schicke ich Ihnen die Rechnung für alles.
Bezahlen Sie die nicht, erzähle ich die Geschichte noch einmal –
und dann gehe ich mit Ihnen vor Gericht.
Und was man ohne Verstand tut – dafür kann keiner was,
ich auch nicht.


