Hä woß sech de hälepe!

Er wusste sich zu helfen!

Text Mundart

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Hä woß sech de hälepe!
Er wusste sich zu helfen!
Emil, der Loopjong moosch et Medes de Knibele bei al de Werker afhuale, un se don wärm maake. Donua moosch hä se och wer trük bränge. Hä meek dat ärch joot un akurat, so dat se al defriene wuare. Äns et Medes paßeret öm e On-jlök. Emil stolperet un feel Kladerdatsch de Länge nua op der Buam. Die wärm Knibele fluare op de läd un feele och noch uut. Vör Schreck un sone Doreen, blief Emil bald der Uam stuan. Wat nu? Nu kuam em sier ene johe Jedonke.
Flot striek hä die Knibele wer schleek vol, un bräät se möt et drüchste Jeseit de Ejedömer trük un meek sech ut der Stuav. Möt pläser meeke die Werker die Knibele op.
Emil, der Laufbursche, musste mittags die Knüppelbrote (Mittagessen, Brotrollen, belegte Brote) bei allen Arbeitern abholen und sie warm machen. Danach musste er sie auch wieder zurückbringen.
Er machte das sehr gut und ordentlich, sodass alle mit ihm zufrieden waren. Eines Mittags aber passierte ihm ein Unglück: Emil stolperte – und fiel mit einem lauten „Kladderadatsch“ der Länge nach auf den Boden. Die warmen Knüppelbrote flogen weit auseinander und fielen zum Teil sogar heraus. Vor Schreck und Aufregung blieb Emil fast wie versteinert stehen. Was nun? Da kam ihm plötzlich eine ziemlich kluge Idee.
Schnell steckte er die Brote wieder zusammen, wie sie gerade passten, und brachte sie – sauber aufgereiht – wieder zu ihren Besitzern zurück. Dann machte er sich schnell aus dem Staub. Mit Appetit machten sich die Arbeiter über ihre Knüppelbrote her.
Ävel wie die suache, wat do dren wuar, schloch dene der Plak en. Der Meester, dä en sine Rue-Kopes de Brotwuesch sout, fonk do blos en suere Jörk. Be et Liermädche hau sech onger dä Stiive-Riis möt Kaniel e bitsche Enjemägde Kopes jemengt. Et es net de jlöve, säät der Schriiver, wie hä onger sin Nudele Schelföösch un Moostert Zaus hau.
Aber als sie sahen (und schmeckten), was da drin war, fingen die Gesichter an, sich zu verziehen: Der Meister, der in seinem Brötchen eigentlich eine gute Scheibe Blutwurst haben sollte, fand darin nur ein saures Gesicht – denn da war stattdessen ein süßer Pfirsichaufstrich (Pfirsichmarmelade) gelandet. Beim Lehrmädchen hatte sich unter den Käse-Streifen und Zimt ein bisschen Erdbeermarmelade verirrt. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, sagte der Schreiber, der unter seinen Nudeln plötzlich Hering in Senfsoße entdeckte.
Dä Kaßerer meek e lonk Jeseit, weil hä en sine Knibel ene Mischmasch von Iäpelschlaat un Elberbuding hau. De Tipmam-sel hau ene wärme Hereng möt Himbersaft. Der Chef hau Schokoladebuding möt Ölks-Zaus. Blos der klenste Stift lochet sech en et Füüßke, den hä hau si Leibjericht un uave drop, die staatse Brotwuesch von der Meester.
Der Kassierer machte ein langes Gesicht – er hatte in seinem Brötchen eine Mischung aus Apfelmus und Vanillepudding. Die Tippmamsell (die Sekretärin) hatte einen warmen Hering mit Himbeersaft. Und der Chef selbst fand in seinem Brötchen Schokoladenpudding mit Zwiebelsauce! Nur der kleinste Lehrling lachte sich ins Fäustchen, denn er hatte genau sein Lieblingsessen bekommen – und obendrauf die prächtige Scheibe Blutwurst vom Meister!
Am Äng mosche se al döchtech loche, un keene wuer op Emil verjeev.
Am Ende mussten alle herzhaft lachen, und niemand war Emil böse.

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Emil, der Loopjong moosch et Medes de Knibele bei al de Werker afhuale, un se don wärm maake. Donua moosch hä se och wer trük bränge. Hä meek dat ärch joot un akurat, so dat se al defriene wuare. Äns et Medes paßeret öm e On-jlök. Emil stolperet un feel Kladerdatsch de Länge nua op der Buam. Die wärm Knibele fluare op de läd un feele och noch uut. Vör Schreck un sone Doreen, blief Emil bald der Uam stuan. Wat nu? Nu kuam em sier ene johe Jedonke.
Flot striek hä die Knibele wer schleek vol, un bräät se möt et drüchste Jeseit de Ejedömer trük un meek sech ut der Stuav. Möt pläser meeke die Werker die Knibele op.

Ävel wie die suache, wat do dren wuar, schloch dene der Plak en. Der Meester, dä en sine Rue-Kopes de Brotwuesch sout, fonk do blos en suere Jörk. Be et Liermädche hau sech onger dä Stiive-Riis möt Kaniel e bitsche Enjemägde Kopes jemengt. Et es net de jlöve, säät der Schriiver, wie hä onger sin Nudele Schelföösch un Moostert Zaus hau.

Dä Kaßerer meek e lonk Jeseit, weil hä en sine Knibel ene Mischmasch von Iäpelschlaat un Elberbuding hau. De Tipmam-sel hau ene wärme Hereng möt Himbersaft. Der Chef hau Schokoladebuding möt Ölks-Zaus. Blos der klenste Stift lochet sech en et Füüßke, den hä hau si Leibjericht un uave drop, die staatse Brotwuesch von der Meester.

Am Äng mosche se al döchtech loche, un keene wuer op Emil verjeev.

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Er wusste sich zu helfen!

Emil, der Laufbursche, musste mittags die Knüppelbrote (Mittagessen, Brotrollen, belegte Brote) bei allen Arbeitern abholen und sie warm machen. Danach musste er sie auch wieder zurückbringen.
Er machte das sehr gut und ordentlich, sodass alle mit ihm zufrieden waren. Eines Mittags aber passierte ihm ein Unglück: Emil stolperte – und fiel mit einem lauten „Kladderadatsch“ der Länge nach auf den Boden. Die warmen Knüppelbrote flogen weit auseinander und fielen zum Teil sogar heraus. Vor Schreck und Aufregung blieb Emil fast wie versteinert stehen. Was nun? Da kam ihm plötzlich eine ziemlich kluge Idee.
Schnell steckte er die Brote wieder zusammen, wie sie gerade passten, und brachte sie – sauber aufgereiht – wieder zu ihren Besitzern zurück. Dann machte er sich schnell aus dem Staub. Mit Appetit machten sich die Arbeiter über ihre Knüppelbrote her.

Aber als sie sahen (und schmeckten), was da drin war, fingen die Gesichter an, sich zu verziehen: Der Meister, der in seinem Brötchen eigentlich eine gute Scheibe Blutwurst haben sollte, fand darin nur ein saures Gesicht – denn da war stattdessen ein süßer Pfirsichaufstrich (Pfirsichmarmelade) gelandet. Beim Lehrmädchen hatte sich unter den Käse-Streifen und Zimt ein bisschen Erdbeermarmelade verirrt. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, sagte der Schreiber, der unter seinen Nudeln plötzlich Hering in Senfsoße entdeckte.

Der Kassierer machte ein langes Gesicht – er hatte in seinem Brötchen eine Mischung aus Apfelmus und Vanillepudding. Die Tippmamsell (die Sekretärin) hatte einen warmen Hering mit Himbeersaft. Und der Chef selbst fand in seinem Brötchen Schokoladenpudding mit Zwiebelsauce! Nur der kleinste Lehrling lachte sich ins Fäustchen, denn er hatte genau sein Lieblingsessen bekommen – und obendrauf die prächtige Scheibe Blutwurst vom Meister!

Am Ende mussten alle herzhaft lachen, und niemand war Emil böse.

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Über den Autor

Sibylla Breuer

aus Harbeck
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Dieser Beitrag stammt aus Harbeck.
aus der Sprachregion Schwalmtal-Platt in der Rubrik Arbeitsleben, Humor, Oos Platt Sommer 1981

Er wusste sich zu helfen!

Emil, der Laufbursche, musste mittags die Knüppelbrote (Mittagessen, Brotrollen, belegte Brote) bei allen Arbeitern abholen und sie warm machen. Danach musste er sie auch wieder zurückbringen.
Er machte das sehr gut und ordentlich, sodass alle mit ihm zufrieden waren. Eines Mittags aber passierte ihm ein Unglück: Emil stolperte – und fiel mit einem lauten „Kladderadatsch“ der Länge nach auf den Boden. Die warmen Knüppelbrote flogen weit auseinander und fielen zum Teil sogar heraus. Vor Schreck und Aufregung blieb Emil fast wie versteinert stehen. Was nun? Da kam ihm plötzlich eine ziemlich kluge Idee.
Schnell steckte er die Brote wieder zusammen, wie sie gerade passten, und brachte sie – sauber aufgereiht – wieder zu ihren Besitzern zurück. Dann machte er sich schnell aus dem Staub. Mit Appetit machten sich die Arbeiter über ihre Knüppelbrote her.

Aber als sie sahen (und schmeckten), was da drin war, fingen die Gesichter an, sich zu verziehen: Der Meister, der in seinem Brötchen eigentlich eine gute Scheibe Blutwurst haben sollte, fand darin nur ein saures Gesicht – denn da war stattdessen ein süßer Pfirsichaufstrich (Pfirsichmarmelade) gelandet. Beim Lehrmädchen hatte sich unter den Käse-Streifen und Zimt ein bisschen Erdbeermarmelade verirrt. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, sagte der Schreiber, der unter seinen Nudeln plötzlich Hering in Senfsoße entdeckte.

Der Kassierer machte ein langes Gesicht – er hatte in seinem Brötchen eine Mischung aus Apfelmus und Vanillepudding. Die Tippmamsell (die Sekretärin) hatte einen warmen Hering mit Himbeersaft. Und der Chef selbst fand in seinem Brötchen Schokoladenpudding mit Zwiebelsauce! Nur der kleinste Lehrling lachte sich ins Fäustchen, denn er hatte genau sein Lieblingsessen bekommen – und obendrauf die prächtige Scheibe Blutwurst vom Meister!

Am Ende mussten alle herzhaft lachen, und niemand war Emil böse.

Hä woß sech de hälepe!

Emil, der Loopjong moosch et Medes de Knibele bei al de Werker afhuale, un se don wärm maake. Donua moosch hä se och wer trük bränge. Hä meek dat ärch joot un akurat, so dat se al defriene wuare. Äns et Medes paßeret öm e On-jlök. Emil stolperet un feel Kladerdatsch de Länge nua op der Buam. Die wärm Knibele fluare op de läd un feele och noch uut. Vör Schreck un sone Doreen, blief Emil bald der Uam stuan. Wat nu? Nu kuam em sier ene johe Jedonke.
Flot striek hä die Knibele wer schleek vol, un bräät se möt et drüchste Jeseit de Ejedömer trük un meek sech ut der Stuav. Möt pläser meeke die Werker die Knibele op.

Ävel wie die suache, wat do dren wuar, schloch dene der Plak en. Der Meester, dä en sine Rue-Kopes de Brotwuesch sout, fonk do blos en suere Jörk. Be et Liermädche hau sech onger dä Stiive-Riis möt Kaniel e bitsche Enjemägde Kopes jemengt. Et es net de jlöve, säät der Schriiver, wie hä onger sin Nudele Schelföösch un Moostert Zaus hau.

Dä Kaßerer meek e lonk Jeseit, weil hä en sine Knibel ene Mischmasch von Iäpelschlaat un Elberbuding hau. De Tipmam-sel hau ene wärme Hereng möt Himbersaft. Der Chef hau Schokoladebuding möt Ölks-Zaus. Blos der klenste Stift lochet sech en et Füüßke, den hä hau si Leibjericht un uave drop, die staatse Brotwuesch von der Meester.

Am Äng mosche se al döchtech loche, un keene wuer op Emil verjeev.

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aus der Sprachregion Schwalmtal-Platt in der Rubrik Arbeitsleben, Humor, Oos Platt Sommer 1981
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Emil, der Laufbursche, musste mittags die Knüppelbrote (Mittagessen, Brotrollen, belegte Brote) bei allen Arbeitern abholen und sie warm machen. Danach musste er sie auch wieder zurückbringen.
Er machte das sehr gut und ordentlich, sodass alle mit ihm zufrieden waren. Eines Mittags aber passierte ihm ein Unglück: Emil stolperte – und fiel mit einem lauten „Kladderadatsch“ der Länge nach auf den Boden. Die warmen Knüppelbrote flogen weit auseinander und fielen zum Teil sogar heraus. Vor Schreck und Aufregung blieb Emil fast wie versteinert stehen. Was nun? Da kam ihm plötzlich eine ziemlich kluge Idee.
Schnell steckte er die Brote wieder zusammen, wie sie gerade passten, und brachte sie – sauber aufgereiht – wieder zu ihren Besitzern zurück. Dann machte er sich schnell aus dem Staub. Mit Appetit machten sich die Arbeiter über ihre Knüppelbrote her.
Emil, der Loopjong moosch et Medes de Knibele bei al de Werker afhuale, un se don wärm maake. Donua moosch hä se och wer trük bränge. Hä meek dat ärch joot un akurat, so dat se al defriene wuare. Äns et Medes paßeret öm e On-jlök. Emil stolperet un feel Kladerdatsch de Länge nua op der Buam. Die wärm Knibele fluare op de läd un feele och noch uut. Vör Schreck un sone Doreen, blief Emil bald der Uam stuan. Wat nu? Nu kuam em sier ene johe Jedonke.
Flot striek hä die Knibele wer schleek vol, un bräät se möt et drüchste Jeseit de Ejedömer trük un meek sech ut der Stuav. Möt pläser meeke die Werker die Knibele op.
Aber als sie sahen (und schmeckten), was da drin war, fingen die Gesichter an, sich zu verziehen: Der Meister, der in seinem Brötchen eigentlich eine gute Scheibe Blutwurst haben sollte, fand darin nur ein saures Gesicht – denn da war stattdessen ein süßer Pfirsichaufstrich (Pfirsichmarmelade) gelandet. Beim Lehrmädchen hatte sich unter den Käse-Streifen und Zimt ein bisschen Erdbeermarmelade verirrt. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, sagte der Schreiber, der unter seinen Nudeln plötzlich Hering in Senfsoße entdeckte.
Ävel wie die suache, wat do dren wuar, schloch dene der Plak en. Der Meester, dä en sine Rue-Kopes de Brotwuesch sout, fonk do blos en suere Jörk. Be et Liermädche hau sech onger dä Stiive-Riis möt Kaniel e bitsche Enjemägde Kopes jemengt. Et es net de jlöve, säät der Schriiver, wie hä onger sin Nudele Schelföösch un Moostert Zaus hau.
Der Kassierer machte ein langes Gesicht – er hatte in seinem Brötchen eine Mischung aus Apfelmus und Vanillepudding. Die Tippmamsell (die Sekretärin) hatte einen warmen Hering mit Himbeersaft. Und der Chef selbst fand in seinem Brötchen Schokoladenpudding mit Zwiebelsauce! Nur der kleinste Lehrling lachte sich ins Fäustchen, denn er hatte genau sein Lieblingsessen bekommen – und obendrauf die prächtige Scheibe Blutwurst vom Meister!
Dä Kaßerer meek e lonk Jeseit, weil hä en sine Knibel ene Mischmasch von Iäpelschlaat un Elberbuding hau. De Tipmam-sel hau ene wärme Hereng möt Himbersaft. Der Chef hau Schokoladebuding möt Ölks-Zaus. Blos der klenste Stift lochet sech en et Füüßke, den hä hau si Leibjericht un uave drop, die staatse Brotwuesch von der Meester.
Am Ende mussten alle herzhaft lachen, und niemand war Emil böse.
Am Äng mosche se al döchtech loche, un keene wuer op Emil verjeev.
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Wörter: 858
geändert: 22.09.2026
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Uut dr joe aue tied – Aus der guten alten Zeit

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Uut dr joe aue tied Wa wett dann noch wat vröjer wuer meen so dä tied vörr achzech joar. Wa…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Arbeitsleben,Heim und Haus,Heimat,Oos Platt Frühling 1982
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Wörter: 216
geändert: 22.09.2026
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Suemer – Sommer

Suemer – Sommer

Suemer Nee, Käänger, woar dat hüüt sue heet, Dat Krööetsch on Kroa maar mööschkes jaape! Du kanns en Vleesch van…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
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Buure-Sprüek-Wöet – Bauern Sprichwörter

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Buure-Sprüek-Wöet Juni: Stärke Dau helt d'r Hemmel blau. Morjes Räenge on au Wieverdanz duure neet laung. Wenn et um Zint…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Oos Platt Sommer,Ratschlag,Weisheiten
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Wörter: 152
geändert: 22.09.2026
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Et wött Kärmes – Es wird Kirmes

Et wött Kärmes – Es wird Kirmes

Et wött Kärmes De Kärmeswiäk hät aanjevoenge sät Mam vör Papp, jez jeet et loss, de Vahn wott Sondech uutjehoenge,…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Feste,Heimat,Oos Platt Sommer 1981

Hä woß sech de hälepe! – Er wusste sich zu helfen!

Ein Mundart Beitrags aus: Schwalmtal-Platt

Er wusste sich zu helfen!

Hä woß sech de hälepe!

verfasst von: {acf_name}
vorgetragen von: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
aus der Sprachregion Schwalmtal-Platt in der Rubrik Arbeitsleben, Humor, Oos Platt Sommer 1981

Er wusste sich zu helfen!

Emil, der Laufbursche, musste mittags die Knüppelbrote (Mittagessen, Brotrollen, belegte Brote) bei allen Arbeitern abholen und sie warm machen. Danach musste er sie auch wieder zurückbringen.
Er machte das sehr gut und ordentlich, sodass alle mit ihm zufrieden waren. Eines Mittags aber passierte ihm ein Unglück: Emil stolperte – und fiel mit einem lauten „Kladderadatsch“ der Länge nach auf den Boden. Die warmen Knüppelbrote flogen weit auseinander und fielen zum Teil sogar heraus. Vor Schreck und Aufregung blieb Emil fast wie versteinert stehen. Was nun? Da kam ihm plötzlich eine ziemlich kluge Idee.
Schnell steckte er die Brote wieder zusammen, wie sie gerade passten, und brachte sie – sauber aufgereiht – wieder zu ihren Besitzern zurück. Dann machte er sich schnell aus dem Staub. Mit Appetit machten sich die Arbeiter über ihre Knüppelbrote her.

Aber als sie sahen (und schmeckten), was da drin war, fingen die Gesichter an, sich zu verziehen: Der Meister, der in seinem Brötchen eigentlich eine gute Scheibe Blutwurst haben sollte, fand darin nur ein saures Gesicht – denn da war stattdessen ein süßer Pfirsichaufstrich (Pfirsichmarmelade) gelandet. Beim Lehrmädchen hatte sich unter den Käse-Streifen und Zimt ein bisschen Erdbeermarmelade verirrt. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, sagte der Schreiber, der unter seinen Nudeln plötzlich Hering in Senfsoße entdeckte.

Der Kassierer machte ein langes Gesicht – er hatte in seinem Brötchen eine Mischung aus Apfelmus und Vanillepudding. Die Tippmamsell (die Sekretärin) hatte einen warmen Hering mit Himbeersaft. Und der Chef selbst fand in seinem Brötchen Schokoladenpudding mit Zwiebelsauce! Nur der kleinste Lehrling lachte sich ins Fäustchen, denn er hatte genau sein Lieblingsessen bekommen – und obendrauf die prächtige Scheibe Blutwurst vom Meister!

Am Ende mussten alle herzhaft lachen, und niemand war Emil böse.

Hä woß sech de hälepe!

Emil, der Loopjong moosch et Medes de Knibele bei al de Werker afhuale, un se don wärm maake. Donua moosch hä se och wer trük bränge. Hä meek dat ärch joot un akurat, so dat se al defriene wuare. Äns et Medes paßeret öm e On-jlök. Emil stolperet un feel Kladerdatsch de Länge nua op der Buam. Die wärm Knibele fluare op de läd un feele och noch uut. Vör Schreck un sone Doreen, blief Emil bald der Uam stuan. Wat nu? Nu kuam em sier ene johe Jedonke.
Flot striek hä die Knibele wer schleek vol, un bräät se möt et drüchste Jeseit de Ejedömer trük un meek sech ut der Stuav. Möt pläser meeke die Werker die Knibele op.

Ävel wie die suache, wat do dren wuar, schloch dene der Plak en. Der Meester, dä en sine Rue-Kopes de Brotwuesch sout, fonk do blos en suere Jörk. Be et Liermädche hau sech onger dä Stiive-Riis möt Kaniel e bitsche Enjemägde Kopes jemengt. Et es net de jlöve, säät der Schriiver, wie hä onger sin Nudele Schelföösch un Moostert Zaus hau.

Dä Kaßerer meek e lonk Jeseit, weil hä en sine Knibel ene Mischmasch von Iäpelschlaat un Elberbuding hau. De Tipmam-sel hau ene wärme Hereng möt Himbersaft. Der Chef hau Schokoladebuding möt Ölks-Zaus. Blos der klenste Stift lochet sech en et Füüßke, den hä hau si Leibjericht un uave drop, die staatse Brotwuesch von der Meester.

Am Äng mosche se al döchtech loche, un keene wuer op Emil verjeev.

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Hä woß sech de hälepe! - Er wusste sich zu helfen!

aus der Sprachregion Schwalmtal-Platt in der Rubrik Arbeitsleben, Humor, Oos Platt Sommer 1981
Er wusste sich zu helfen!
Hä woß sech de hälepe!
Emil, der Laufbursche, musste mittags die Knüppelbrote (Mittagessen, Brotrollen, belegte Brote) bei allen Arbeitern abholen und sie warm machen. Danach musste er sie auch wieder zurückbringen.
Er machte das sehr gut und ordentlich, sodass alle mit ihm zufrieden waren. Eines Mittags aber passierte ihm ein Unglück: Emil stolperte – und fiel mit einem lauten „Kladderadatsch“ der Länge nach auf den Boden. Die warmen Knüppelbrote flogen weit auseinander und fielen zum Teil sogar heraus. Vor Schreck und Aufregung blieb Emil fast wie versteinert stehen. Was nun? Da kam ihm plötzlich eine ziemlich kluge Idee.
Schnell steckte er die Brote wieder zusammen, wie sie gerade passten, und brachte sie – sauber aufgereiht – wieder zu ihren Besitzern zurück. Dann machte er sich schnell aus dem Staub. Mit Appetit machten sich die Arbeiter über ihre Knüppelbrote her.
Emil, der Loopjong moosch et Medes de Knibele bei al de Werker afhuale, un se don wärm maake. Donua moosch hä se och wer trük bränge. Hä meek dat ärch joot un akurat, so dat se al defriene wuare. Äns et Medes paßeret öm e On-jlök. Emil stolperet un feel Kladerdatsch de Länge nua op der Buam. Die wärm Knibele fluare op de läd un feele och noch uut. Vör Schreck un sone Doreen, blief Emil bald der Uam stuan. Wat nu? Nu kuam em sier ene johe Jedonke.
Flot striek hä die Knibele wer schleek vol, un bräät se möt et drüchste Jeseit de Ejedömer trük un meek sech ut der Stuav. Möt pläser meeke die Werker die Knibele op.
Aber als sie sahen (und schmeckten), was da drin war, fingen die Gesichter an, sich zu verziehen: Der Meister, der in seinem Brötchen eigentlich eine gute Scheibe Blutwurst haben sollte, fand darin nur ein saures Gesicht – denn da war stattdessen ein süßer Pfirsichaufstrich (Pfirsichmarmelade) gelandet. Beim Lehrmädchen hatte sich unter den Käse-Streifen und Zimt ein bisschen Erdbeermarmelade verirrt. „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, sagte der Schreiber, der unter seinen Nudeln plötzlich Hering in Senfsoße entdeckte.
Ävel wie die suache, wat do dren wuar, schloch dene der Plak en. Der Meester, dä en sine Rue-Kopes de Brotwuesch sout, fonk do blos en suere Jörk. Be et Liermädche hau sech onger dä Stiive-Riis möt Kaniel e bitsche Enjemägde Kopes jemengt. Et es net de jlöve, säät der Schriiver, wie hä onger sin Nudele Schelföösch un Moostert Zaus hau.
Der Kassierer machte ein langes Gesicht – er hatte in seinem Brötchen eine Mischung aus Apfelmus und Vanillepudding. Die Tippmamsell (die Sekretärin) hatte einen warmen Hering mit Himbeersaft. Und der Chef selbst fand in seinem Brötchen Schokoladenpudding mit Zwiebelsauce! Nur der kleinste Lehrling lachte sich ins Fäustchen, denn er hatte genau sein Lieblingsessen bekommen – und obendrauf die prächtige Scheibe Blutwurst vom Meister!
Dä Kaßerer meek e lonk Jeseit, weil hä en sine Knibel ene Mischmasch von Iäpelschlaat un Elberbuding hau. De Tipmam-sel hau ene wärme Hereng möt Himbersaft. Der Chef hau Schokoladebuding möt Ölks-Zaus. Blos der klenste Stift lochet sech en et Füüßke, den hä hau si Leibjericht un uave drop, die staatse Brotwuesch von der Meester.
Am Ende mussten alle herzhaft lachen, und niemand war Emil böse.
Am Äng mosche se al döchtech loche, un keene wuer op Emil verjeev.
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