
Kenger-Vugelschüet
Kinder-Vogelschuss
Text Mundart
Text hochdeutsch
Bis Maria in ihren Holzschuhen mit der Mistgabel auf der Schulter herüberkam.
Das ganze Sträßchen hat noch lange über unser Vogelschießen gelacht.
Text Mundart
Kenger-Vugelschüet
Et Sonndes noe de Vesper wurd van oss Kender ömmer jet vorsennt.
En Kier hoesch et, wier make Vuegelschüet bie Schliebusch e je Ströetje. Op ene Buhnesteck koem en Röep, dor Kop woer ene Erpel, rondjerom wuerte Hohnderfere dren gesteke, en de Röep wurt met e Metz geschnieje, det et schete net de lang duerde.
Fitzebög on Pfeile wore ut Hassenuetehot, de Pfeilböte ut Hölderhot. Avwesselnd wurd geschoete bis Rotteschniedere Ernst der Bugel av hau. Domet haue vor ene Küning, ever de Künigin felde.
Küppesch Maria tengenüber hosch et, mer wie ver dorher genge? wor Maria ant Köe fowore. Wir kallden solano huech on lieg, bis Maria en de Klompe met dor Mesthoek op de Schower mettzogt.
Wir trogten et Ströetsche araf, och bie Krins August langs (Maria friede met dem). Det stell Ströetche hät noch lang üver die Schötterie jelacht.
Text hochdeutsch
Kinder-Vogelschuss
Am Sonntag nach der Vesper wurde von uns Kindern immer irgendetwas veranstaltet.
Einmal hieß es: Wir machen einen Vogelschuss – bei Schliebusch an der kleinen Straße. Auf einen Holzpfahl kam ein „Vogel“: der Kopf war eine Kartoffel, rundherum wurden Hühnerfedern hineingesteckt, und der Pfahl wurde in der Mitte eingesägt, damit das Schießen nicht zu lange dauerte.
Die Bögen und Pfeile machten wir aus Haselnussruten, die Pfeilschäfte aus Holunderholz. Abwechselnd wurde geschossen, bis Rottes Schneiders Ernst den Vogel herunterholte. Damit hatten wir einen König – aber die Königin fehlte noch.
Gegenüber wohnte Küppesch Maria, und da hieß es: „Wer holt sie?“ Maria war gerade beim Kühemisten (beim Ausmisten des Stalls). Wir riefen so laut wir konnten: „Leve Maria!“
Bis Maria in ihren Holzschuhen mit der Mistgabel auf der Schulter herüberkam.
Wir trugen das kleine Sträßchen hinunter – auch bei Krings August vorbei (Gott hab ihn selig).
Das ganze Sträßchen hat noch lange über unser Vogelschießen gelacht.
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Kinder-Vogelschuss
Am Sonntag nach der Vesper wurde von uns Kindern immer irgendetwas veranstaltet.
Einmal hieß es: Wir machen einen Vogelschuss – bei Schliebusch an der kleinen Straße. Auf einen Holzpfahl kam ein „Vogel“: der Kopf war eine Kartoffel, rundherum wurden Hühnerfedern hineingesteckt, und der Pfahl wurde in der Mitte eingesägt, damit das Schießen nicht zu lange dauerte.
Die Bögen und Pfeile machten wir aus Haselnussruten, die Pfeilschäfte aus Holunderholz. Abwechselnd wurde geschossen, bis Rottes Schneiders Ernst den Vogel herunterholte. Damit hatten wir einen König – aber die Königin fehlte noch.
Gegenüber wohnte Küppesch Maria, und da hieß es: „Wer holt sie?“ Maria war gerade beim Kühemisten (beim Ausmisten des Stalls). Wir riefen so laut wir konnten: „Leve Maria!“
Bis Maria in ihren Holzschuhen mit der Mistgabel auf der Schulter herüberkam.
Wir trugen das kleine Sträßchen hinunter – auch bei Krings August vorbei (Gott hab ihn selig).
Das ganze Sträßchen hat noch lange über unser Vogelschießen gelacht.
Kenger-Vugelschüet
Et Sonndes noe de Vesper wurd van oss Kender ömmer jet vorsennt.
En Kier hoesch et, wier make Vuegelschüet bie Schliebusch e je Ströetje. Op ene Buhnesteck koem en Röep, dor Kop woer ene Erpel, rondjerom wuerte Hohnderfere dren gesteke, en de Röep wurt met e Metz geschnieje, det et schete net de lang duerde.
Fitzebög on Pfeile wore ut Hassenuetehot, de Pfeilböte ut Hölderhot. Avwesselnd wurd geschoete bis Rotteschniedere Ernst der Bugel av hau. Domet haue vor ene Küning, ever de Künigin felde.
Küppesch Maria tengenüber hosch et, mer wie ver dorher genge? wor Maria ant Köe fowore. Wir kallden solano huech on lieg, bis Maria en de Klompe met dor Mesthoek op de Schower mettzogt.
Wir trogten et Ströetsche araf, och bie Krins August langs (Maria friede met dem). Det stell Ströetche hät noch lang üver die Schötterie jelacht.
Kenger-Vugelschüet - Kinder-Vogelschuss
Bis Maria in ihren Holzschuhen mit der Mistgabel auf der Schulter herüberkam.
Das ganze Sträßchen hat noch lange über unser Vogelschießen gelacht.

Kermes wie se fröjer woar! – Kirmes, wie sie früher war!
Kermes wie se fröjer woar! – Kirmes, wie sie früher war!

Hä woß sech de hälepe! – Er wusste sich zu helfen!
Hä woß sech de hälepe! – Er wusste sich zu helfen!

Kresmes e mine Kengertied – Weihnachten in meiner Kindheit
Kresmes e mine Kengertied – Weihnachten in meiner Kindheit

Kenger-Vugelschüet – Kinder-Vogelschuss
Kenger-Vugelschüet – Kinder-Vogelschuss
Kenger-Vugelschüet – Kinder-Vogelschuss
Kinder-Vogelschuss
Kenger-Vugelschüet
Kinder-Vogelschuss
Am Sonntag nach der Vesper wurde von uns Kindern immer irgendetwas veranstaltet.
Einmal hieß es: Wir machen einen Vogelschuss – bei Schliebusch an der kleinen Straße. Auf einen Holzpfahl kam ein „Vogel“: der Kopf war eine Kartoffel, rundherum wurden Hühnerfedern hineingesteckt, und der Pfahl wurde in der Mitte eingesägt, damit das Schießen nicht zu lange dauerte.
Die Bögen und Pfeile machten wir aus Haselnussruten, die Pfeilschäfte aus Holunderholz. Abwechselnd wurde geschossen, bis Rottes Schneiders Ernst den Vogel herunterholte. Damit hatten wir einen König – aber die Königin fehlte noch.
Gegenüber wohnte Küppesch Maria, und da hieß es: „Wer holt sie?“ Maria war gerade beim Kühemisten (beim Ausmisten des Stalls). Wir riefen so laut wir konnten: „Leve Maria!“
Bis Maria in ihren Holzschuhen mit der Mistgabel auf der Schulter herüberkam.
Wir trugen das kleine Sträßchen hinunter – auch bei Krings August vorbei (Gott hab ihn selig).
Das ganze Sträßchen hat noch lange über unser Vogelschießen gelacht.
Kenger-Vugelschüet
Et Sonndes noe de Vesper wurd van oss Kender ömmer jet vorsennt.
En Kier hoesch et, wier make Vuegelschüet bie Schliebusch e je Ströetje. Op ene Buhnesteck koem en Röep, dor Kop woer ene Erpel, rondjerom wuerte Hohnderfere dren gesteke, en de Röep wurt met e Metz geschnieje, det et schete net de lang duerde.
Fitzebög on Pfeile wore ut Hassenuetehot, de Pfeilböte ut Hölderhot. Avwesselnd wurd geschoete bis Rotteschniedere Ernst der Bugel av hau. Domet haue vor ene Küning, ever de Künigin felde.
Küppesch Maria tengenüber hosch et, mer wie ver dorher genge? wor Maria ant Köe fowore. Wir kallden solano huech on lieg, bis Maria en de Klompe met dor Mesthoek op de Schower mettzogt.
Wir trogten et Ströetsche araf, och bie Krins August langs (Maria friede met dem). Det stell Ströetche hät noch lang üver die Schötterie jelacht.
Kenger-Vugelschüet - Kinder-Vogelschuss
Bis Maria in ihren Holzschuhen mit der Mistgabel auf der Schulter herüberkam.
Das ganze Sträßchen hat noch lange über unser Vogelschießen gelacht.



