
De Köj vröger enn hüj
Die Kühe früher und heute
Text Mundart
Text hochdeutsch
Merr in de Küeke hauwen sett wärm.
Dat Wuart Ölkrise kanntjen se neet,
Sie mulken in den Düsteren de Geet!
doch in der Küche war es wenigstens warm.
Das Wort „Ölkrise“ kannten sie nicht,
sie molken im Dunkeln das Vieh bei schlechtem Licht!
Demm woar sien Kouw just suevöel weert.
Die Kouw, datt woar hett armste Dejer,
Sie spannde se in de Karr, Schang en Nejer.
dem war seine Kuh ebenso viel wert.
Die Kuh, das war das ärmste Tier,
man spannte sie vor Karren, Egge und Pflug hier.
Sie woar sue mager ess een Säg!
Driemoal wuard se gemulke per Daag,
Doavann schlog sich dä Bur gett Papp in de Maag.
so mager war sie – wie eine Säge!
Dreimal wurde sie gemolken am Tag,
davon schlug sich der Bauer gut satt den Magen, ganz nach seinem Schlag.
In höre eege viese Strunkj!
Kirmes hauw se merr eenmoal per Joar,
Datt woar dann ess se spelig woar!
Doavür hauw se ooch hett Gesicht sue lank,
Enn in de Karr eenen troage Gank!
in ihrem eigenen, stinkenden Rindern!
Kirmes gab es nur einmal im Jahr,
da war sie fröhlich – das war doch klar!
Doch sonst war ihr Gesicht so lang,
und im Karren hatte sie einen schweren Gang!
Een dicke Pänz enn een glatte Huut.
Hünn Gesicht iss bründlik Gott sei Dank,
Enn ooch neet mie sue geweldig lank.
sie haben dicke Bäuche und glänzendes Messer.
Ihr Gesicht ist freundlich – Gott sei Dank,
und auch nicht mehr so traurig und lang.
In de Stall iss alles automatisch.
Melk gäven de Köj hüj vür driej,
Ich glöv, nu deet ooch geene Bur mie Water derbiej!
De Köj legge sich neet mie in de Struntj,
Sie völe sich munter enn gesundj!
im Stall läuft alles vollautomatisch.
Milch geben die Kühe heute für drei,
und ich glaube, kein Bauer gießt mehr Wasser dabei!
Die Kühe liegen nicht mehr im Mist,
sie fühlen sich munter – und wissen, was Leben ist!
Text Mundart
De Köj vröger enn hüj
Vröger woare vöel Lüj sier ärm,
Merr in de Küeke hauwen sett wärm.
Dat Wuart Ölkrise kanntjen se neet,
Sie mulken in den Düsteren de Geet!
Wä geenen Oss hauw enn ooch gee Pard,
Demm woar sien Kouw just suevöel weert.
Die Kouw, datt woar hett armste Dejer,
Sie spannde se in de Karr, Schang en Nejer.
Enn sie muasch ooch noch trecke Plog een Äeg,
Sie woar sue mager ess een Säg!
Driemoal wuard se gemulke per Daag,
Doavann schlog sich dä Bur gett Papp in de Maag.
Hett Nachts log se dann mit de Kuntj,
In höre eege viese Strunkj!
Kirmes hauw se merr eenmoal per Joar,
Datt woar dann ess se spelig woar!
Doavür hauw se ooch hett Gesicht sue lank,
Enn in de Karr eenen troage Gank!
Hüj sien de Köj vöel bäter gebut,
Een dicke Pänz enn een glatte Huut.
Hünn Gesicht iss bründlik Gott sei Dank,
Enn ooch neet mie sue geweldig lank.
De Köj sinn allemoal demokratisch,
In de Stall iss alles automatisch.
Melk gäven de Köj hüj vür driej,
Ich glöv, nu deet ooch geene Bur mie Water derbiej!
De Köj legge sich neet mie in de Struntj,
Sie völe sich munter enn gesundj!
Text hochdeutsch
Die Kühe früher und heute
Früher waren viele Leute sehr arm,
doch in der Küche war es wenigstens warm.
Das Wort „Ölkrise“ kannten sie nicht,
sie molken im Dunkeln das Vieh bei schlechtem Licht!
Wer keinen Ochsen hatte und auch kein Pferd,
dem war seine Kuh ebenso viel wert.
Die Kuh, das war das ärmste Tier,
man spannte sie vor Karren, Egge und Pflug hier.
Und sie musste auch noch ziehen Pflug und Egge,
so mager war sie – wie eine Säge!
Dreimal wurde sie gemolken am Tag,
davon schlug sich der Bauer gut satt den Magen, ganz nach seinem Schlag.
Nachts lag sie dann bei den Kindern,
in ihrem eigenen, stinkenden Rindern!
Kirmes gab es nur einmal im Jahr,
da war sie fröhlich – das war doch klar!
Doch sonst war ihr Gesicht so lang,
und im Karren hatte sie einen schweren Gang!
Heute geht’s den Kühen viel, viel besser,
sie haben dicke Bäuche und glänzendes Messer.
Ihr Gesicht ist freundlich – Gott sei Dank,
und auch nicht mehr so traurig und lang.
Die Kühe sind heute alle demokratisch,
im Stall läuft alles vollautomatisch.
Milch geben die Kühe heute für drei,
und ich glaube, kein Bauer gießt mehr Wasser dabei!
Die Kühe liegen nicht mehr im Mist,
sie fühlen sich munter – und wissen, was Leben ist!
Dann zeig es uns!
Kommentare zu diesem Beitrag anzeigen
Über diesen Mundartbeitrag
Die Kühe früher und heute
Früher waren viele Leute sehr arm,
doch in der Küche war es wenigstens warm.
Das Wort „Ölkrise“ kannten sie nicht,
sie molken im Dunkeln das Vieh bei schlechtem Licht!
Wer keinen Ochsen hatte und auch kein Pferd,
dem war seine Kuh ebenso viel wert.
Die Kuh, das war das ärmste Tier,
man spannte sie vor Karren, Egge und Pflug hier.
Und sie musste auch noch ziehen Pflug und Egge,
so mager war sie – wie eine Säge!
Dreimal wurde sie gemolken am Tag,
davon schlug sich der Bauer gut satt den Magen, ganz nach seinem Schlag.
Nachts lag sie dann bei den Kindern,
in ihrem eigenen, stinkenden Rindern!
Kirmes gab es nur einmal im Jahr,
da war sie fröhlich – das war doch klar!
Doch sonst war ihr Gesicht so lang,
und im Karren hatte sie einen schweren Gang!
Heute geht’s den Kühen viel, viel besser,
sie haben dicke Bäuche und glänzendes Messer.
Ihr Gesicht ist freundlich – Gott sei Dank,
und auch nicht mehr so traurig und lang.
Die Kühe sind heute alle demokratisch,
im Stall läuft alles vollautomatisch.
Milch geben die Kühe heute für drei,
und ich glaube, kein Bauer gießt mehr Wasser dabei!
Die Kühe liegen nicht mehr im Mist,
sie fühlen sich munter – und wissen, was Leben ist!
De Köj vröger enn hüj
Vröger woare vöel Lüj sier ärm,
Merr in de Küeke hauwen sett wärm.
Dat Wuart Ölkrise kanntjen se neet,
Sie mulken in den Düsteren de Geet!
Wä geenen Oss hauw enn ooch gee Pard,
Demm woar sien Kouw just suevöel weert.
Die Kouw, datt woar hett armste Dejer,
Sie spannde se in de Karr, Schang en Nejer.
Enn sie muasch ooch noch trecke Plog een Äeg,
Sie woar sue mager ess een Säg!
Driemoal wuard se gemulke per Daag,
Doavann schlog sich dä Bur gett Papp in de Maag.
Hett Nachts log se dann mit de Kuntj,
In höre eege viese Strunkj!
Kirmes hauw se merr eenmoal per Joar,
Datt woar dann ess se spelig woar!
Doavür hauw se ooch hett Gesicht sue lank,
Enn in de Karr eenen troage Gank!
Hüj sien de Köj vöel bäter gebut,
Een dicke Pänz enn een glatte Huut.
Hünn Gesicht iss bründlik Gott sei Dank,
Enn ooch neet mie sue geweldig lank.
De Köj sinn allemoal demokratisch,
In de Stall iss alles automatisch.
Melk gäven de Köj hüj vür driej,
Ich glöv, nu deet ooch geene Bur mie Water derbiej!
De Köj legge sich neet mie in de Struntj,
Sie völe sich munter enn gesundj!
De Köj vröger enn hüj - Die Kühe früher und heute
doch in der Küche war es wenigstens warm.
Das Wort „Ölkrise“ kannten sie nicht,
sie molken im Dunkeln das Vieh bei schlechtem Licht!
Merr in de Küeke hauwen sett wärm.
Dat Wuart Ölkrise kanntjen se neet,
Sie mulken in den Düsteren de Geet!
dem war seine Kuh ebenso viel wert.
Die Kuh, das war das ärmste Tier,
man spannte sie vor Karren, Egge und Pflug hier.
Demm woar sien Kouw just suevöel weert.
Die Kouw, datt woar hett armste Dejer,
Sie spannde se in de Karr, Schang en Nejer.
so mager war sie – wie eine Säge!
Dreimal wurde sie gemolken am Tag,
davon schlug sich der Bauer gut satt den Magen, ganz nach seinem Schlag.
Sie woar sue mager ess een Säg!
Driemoal wuard se gemulke per Daag,
Doavann schlog sich dä Bur gett Papp in de Maag.
in ihrem eigenen, stinkenden Rindern!
Kirmes gab es nur einmal im Jahr,
da war sie fröhlich – das war doch klar!
Doch sonst war ihr Gesicht so lang,
und im Karren hatte sie einen schweren Gang!
In höre eege viese Strunkj!
Kirmes hauw se merr eenmoal per Joar,
Datt woar dann ess se spelig woar!
Doavür hauw se ooch hett Gesicht sue lank,
Enn in de Karr eenen troage Gank!
sie haben dicke Bäuche und glänzendes Messer.
Ihr Gesicht ist freundlich – Gott sei Dank,
und auch nicht mehr so traurig und lang.
Een dicke Pänz enn een glatte Huut.
Hünn Gesicht iss bründlik Gott sei Dank,
Enn ooch neet mie sue geweldig lank.
im Stall läuft alles vollautomatisch.
Milch geben die Kühe heute für drei,
und ich glaube, kein Bauer gießt mehr Wasser dabei!
Die Kühe liegen nicht mehr im Mist,
sie fühlen sich munter – und wissen, was Leben ist!
In de Stall iss alles automatisch.
Melk gäven de Köj hüj vür driej,
Ich glöv, nu deet ooch geene Bur mie Water derbiej!
De Köj legge sich neet mie in de Struntj,
Sie völe sich munter enn gesundj!

Deesche – Dreschen
Deesche – Dreschen

De aue Jahn – Der alte Johann
De aue Jahn – Der alte Johann

Kwitt – Quitt
Kwitt – Quitt

De Köj vröger enn hüj – Die Kühe früher und heute
De Köj vröger enn hüj – Die Kühe früher und heute
De Köj vröger enn hüj – Die Kühe früher und heute
Die Kühe früher und heute
De Köj vröger enn hüj
Die Kühe früher und heute
Früher waren viele Leute sehr arm,
doch in der Küche war es wenigstens warm.
Das Wort „Ölkrise“ kannten sie nicht,
sie molken im Dunkeln das Vieh bei schlechtem Licht!
Wer keinen Ochsen hatte und auch kein Pferd,
dem war seine Kuh ebenso viel wert.
Die Kuh, das war das ärmste Tier,
man spannte sie vor Karren, Egge und Pflug hier.
Und sie musste auch noch ziehen Pflug und Egge,
so mager war sie – wie eine Säge!
Dreimal wurde sie gemolken am Tag,
davon schlug sich der Bauer gut satt den Magen, ganz nach seinem Schlag.
Nachts lag sie dann bei den Kindern,
in ihrem eigenen, stinkenden Rindern!
Kirmes gab es nur einmal im Jahr,
da war sie fröhlich – das war doch klar!
Doch sonst war ihr Gesicht so lang,
und im Karren hatte sie einen schweren Gang!
Heute geht’s den Kühen viel, viel besser,
sie haben dicke Bäuche und glänzendes Messer.
Ihr Gesicht ist freundlich – Gott sei Dank,
und auch nicht mehr so traurig und lang.
Die Kühe sind heute alle demokratisch,
im Stall läuft alles vollautomatisch.
Milch geben die Kühe heute für drei,
und ich glaube, kein Bauer gießt mehr Wasser dabei!
Die Kühe liegen nicht mehr im Mist,
sie fühlen sich munter – und wissen, was Leben ist!
De Köj vröger enn hüj
Vröger woare vöel Lüj sier ärm,
Merr in de Küeke hauwen sett wärm.
Dat Wuart Ölkrise kanntjen se neet,
Sie mulken in den Düsteren de Geet!
Wä geenen Oss hauw enn ooch gee Pard,
Demm woar sien Kouw just suevöel weert.
Die Kouw, datt woar hett armste Dejer,
Sie spannde se in de Karr, Schang en Nejer.
Enn sie muasch ooch noch trecke Plog een Äeg,
Sie woar sue mager ess een Säg!
Driemoal wuard se gemulke per Daag,
Doavann schlog sich dä Bur gett Papp in de Maag.
Hett Nachts log se dann mit de Kuntj,
In höre eege viese Strunkj!
Kirmes hauw se merr eenmoal per Joar,
Datt woar dann ess se spelig woar!
Doavür hauw se ooch hett Gesicht sue lank,
Enn in de Karr eenen troage Gank!
Hüj sien de Köj vöel bäter gebut,
Een dicke Pänz enn een glatte Huut.
Hünn Gesicht iss bründlik Gott sei Dank,
Enn ooch neet mie sue geweldig lank.
De Köj sinn allemoal demokratisch,
In de Stall iss alles automatisch.
Melk gäven de Köj hüj vür driej,
Ich glöv, nu deet ooch geene Bur mie Water derbiej!
De Köj legge sich neet mie in de Struntj,
Sie völe sich munter enn gesundj!
De Köj vröger enn hüj - Die Kühe früher und heute
doch in der Küche war es wenigstens warm.
Das Wort „Ölkrise“ kannten sie nicht,
sie molken im Dunkeln das Vieh bei schlechtem Licht!
Merr in de Küeke hauwen sett wärm.
Dat Wuart Ölkrise kanntjen se neet,
Sie mulken in den Düsteren de Geet!
dem war seine Kuh ebenso viel wert.
Die Kuh, das war das ärmste Tier,
man spannte sie vor Karren, Egge und Pflug hier.
Demm woar sien Kouw just suevöel weert.
Die Kouw, datt woar hett armste Dejer,
Sie spannde se in de Karr, Schang en Nejer.
so mager war sie – wie eine Säge!
Dreimal wurde sie gemolken am Tag,
davon schlug sich der Bauer gut satt den Magen, ganz nach seinem Schlag.
Sie woar sue mager ess een Säg!
Driemoal wuard se gemulke per Daag,
Doavann schlog sich dä Bur gett Papp in de Maag.
in ihrem eigenen, stinkenden Rindern!
Kirmes gab es nur einmal im Jahr,
da war sie fröhlich – das war doch klar!
Doch sonst war ihr Gesicht so lang,
und im Karren hatte sie einen schweren Gang!
In höre eege viese Strunkj!
Kirmes hauw se merr eenmoal per Joar,
Datt woar dann ess se spelig woar!
Doavür hauw se ooch hett Gesicht sue lank,
Enn in de Karr eenen troage Gank!
sie haben dicke Bäuche und glänzendes Messer.
Ihr Gesicht ist freundlich – Gott sei Dank,
und auch nicht mehr so traurig und lang.
Een dicke Pänz enn een glatte Huut.
Hünn Gesicht iss bründlik Gott sei Dank,
Enn ooch neet mie sue geweldig lank.
im Stall läuft alles vollautomatisch.
Milch geben die Kühe heute für drei,
und ich glaube, kein Bauer gießt mehr Wasser dabei!
Die Kühe liegen nicht mehr im Mist,
sie fühlen sich munter – und wissen, was Leben ist!
In de Stall iss alles automatisch.
Melk gäven de Köj hüj vür driej,
Ich glöv, nu deet ooch geene Bur mie Water derbiej!
De Köj legge sich neet mie in de Struntj,
Sie völe sich munter enn gesundj!



