D Räkening van Hendrikjuasepp

Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Text Mundart

Text hochdeutsch

D Räkening van Hendrikjuasepp
Die Rechnung vom Heinrich Joseph
D Wittfrouw Lowarts (noch een hiel passabel Frouwminsch) hauw Plänk nüedig für d Sölder t belegge. Böm hauw se genug wasse. Hendrikjuasepp, d Ramäker muasch hör nu eene Boom ummake. Hä hauw Haksch enn Säg ümmer gout scherp. Vröger wuarten d Böm allemoal mit d Wurtel uutgemaakt. Doa soat noch vöel Brandjhout drin.Sie nöemden dä Wurtel-stock “d Vott van d Boom”.
Die Witwe Lowarts (noch eine recht ansehnliche Frau) brauchte Bretter, um die Speicherdecke zu belegen. Bäume hatte sie genug wachsen. Heinrich Joseph, der Rahmacher (Wagenbauer), musste ihr nun einen Baum fällen. Er hatte Axt und Säge immer gut geschärft. Früher wurden die Bäume stets mit der Wurzel ausgemacht, denn da war noch viel Brennholz drin. Den Wurzelstock nannte man „die Fott des Baumes“.
Hendrikjuasepp magde proaper Werk! Ummake, d Täck uutfäge enn d Boom aafkorte. Dann opp hett leste noch d Vott (Wurtelstock) klen maake. Ungertösche goaf hett ooch noch een Dröppke. Hendrikjuasepp woar eene gouwe Minsch, Nu enn dann dej hà ooch (vürall vür een Wittfrouu) noch gett vür nix!
Wie hä ferdig woar, säet d Wittfrouw Lowarts:
“Enn Hendrikjuasepp, waat höbbste verdent?”
“Schrief hett mich opp, d Kenjer betalen datt.”
“Murrloot, mutt ich datt ooch noch oppschriefe!”
Heinrich Joseph machte saubere Arbeit! Er fällte den Baum, fegt die Äste aus und kürzte den Stamm. Und dann zuletzt musste auch noch der Wurzelstock klein gemacht werden. Zwischendurch gab’s natürlich noch ein Schnäpschen. Heinrich Joseph war ein guter Mensch – und hin und wieder tat er (besonders für eine Witwe) auch mal etwas umsonst!
Als er fertig war, sagte die Witwe Lowarts:
„Nun, Heinrich Joseph, was hast du verdient?“
„Schreib es mir, die Kinder bezahlen das.“
„Zapperlot, das muss ich also auch noch aufschreiben!“
In hett schriefe woar hä neet su’e gout wie aan hett werk. Hendrikjuasepp kritzelde gett opp ee Brefke, enn doa stung schwart opp witt:
“D Wittfrouw Lowarts eene Boom umgemakt enn aafgekorrt, eenen Dalder. Enn dann noch uut Barmhartigheet twie Uahre aan d Vott gewirkt, ummesüss!”
Beim Schreiben war er nicht ganz so geschickt wie bei der Arbeit. Heinrich Joseph kritzelte etwas auf einen Zettel, und dort stand schwarz auf weiß:
„Der Witwe Lowarts einen Baum gefällt und gekürzt – ein Taler.
Und dann noch aus Barmherzigkeit zwei Stunden an der Fott gearbeitet – umsonst!“

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D Räkening van Hendrikjuasepp

D Wittfrouw Lowarts (noch een hiel passabel Frouwminsch) hauw Plänk nüedig für d Sölder t belegge. Böm hauw se genug wasse. Hendrikjuasepp, d Ramäker muasch hör nu eene Boom ummake. Hä hauw Haksch enn Säg ümmer gout scherp. Vröger wuarten d Böm allemoal mit d Wurtel uutgemaakt. Doa soat noch vöel Brandjhout drin.Sie nöemden dä Wurtel-stock “d Vott van d Boom”.

Hendrikjuasepp magde proaper Werk! Ummake, d Täck uutfäge enn d Boom aafkorte. Dann opp hett leste noch d Vott (Wurtelstock) klen maake. Ungertösche goaf hett ooch noch een Dröppke. Hendrikjuasepp woar eene gouwe Minsch, Nu enn dann dej hà ooch (vürall vür een Wittfrouu) noch gett vür nix!
Wie hä ferdig woar, säet d Wittfrouw Lowarts:
“Enn Hendrikjuasepp, waat höbbste verdent?”
“Schrief hett mich opp, d Kenjer betalen datt.”
“Murrloot, mutt ich datt ooch noch oppschriefe!”

In hett schriefe woar hä neet su’e gout wie aan hett werk. Hendrikjuasepp kritzelde gett opp ee Brefke, enn doa stung schwart opp witt:
“D Wittfrouw Lowarts eene Boom umgemakt enn aafgekorrt, eenen Dalder. Enn dann noch uut Barmhartigheet twie Uahre aan d Vott gewirkt, ummesüss!”

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Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Die Witwe Lowarts (noch eine recht ansehnliche Frau) brauchte Bretter, um die Speicherdecke zu belegen. Bäume hatte sie genug wachsen. Heinrich Joseph, der Rahmacher (Wagenbauer), musste ihr nun einen Baum fällen. Er hatte Axt und Säge immer gut geschärft. Früher wurden die Bäume stets mit der Wurzel ausgemacht, denn da war noch viel Brennholz drin. Den Wurzelstock nannte man „die Fott des Baumes“.

Heinrich Joseph machte saubere Arbeit! Er fällte den Baum, fegt die Äste aus und kürzte den Stamm. Und dann zuletzt musste auch noch der Wurzelstock klein gemacht werden. Zwischendurch gab’s natürlich noch ein Schnäpschen. Heinrich Joseph war ein guter Mensch – und hin und wieder tat er (besonders für eine Witwe) auch mal etwas umsonst!
Als er fertig war, sagte die Witwe Lowarts:
„Nun, Heinrich Joseph, was hast du verdient?“
„Schreib es mir, die Kinder bezahlen das.“
„Zapperlot, das muss ich also auch noch aufschreiben!“

Beim Schreiben war er nicht ganz so geschickt wie bei der Arbeit. Heinrich Joseph kritzelte etwas auf einen Zettel, und dort stand schwarz auf weiß:
„Der Witwe Lowarts einen Baum gefällt und gekürzt – ein Taler.
Und dann noch aus Barmherzigkeit zwei Stunden an der Fott gearbeitet – umsonst!“

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Über den Autor

Josef Goyen

aus Wehr

Josef Goyen stammte aus Wehr, einem Ort in der Gemeinde Selfkant. Der Heimatdichter starb 1996 im Alter von 92 Jahren. Erst als er sein Pensionsalter erreicht hatte, widmete er sich der Arbeit mit der Feder und brachte noch im fortgeschrittenen Alter einen buntgemischten Strauß von Mundartgedichten und -erzählungen zu Papier. Auch zur wechselvollen Geschichte des Selfkants schrieb er Beiträge.

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Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Die Witwe Lowarts (noch eine recht ansehnliche Frau) brauchte Bretter, um die Speicherdecke zu belegen. Bäume hatte sie genug wachsen. Heinrich Joseph, der Rahmacher (Wagenbauer), musste ihr nun einen Baum fällen. Er hatte Axt und Säge immer gut geschärft. Früher wurden die Bäume stets mit der Wurzel ausgemacht, denn da war noch viel Brennholz drin. Den Wurzelstock nannte man „die Fott des Baumes“.

Heinrich Joseph machte saubere Arbeit! Er fällte den Baum, fegt die Äste aus und kürzte den Stamm. Und dann zuletzt musste auch noch der Wurzelstock klein gemacht werden. Zwischendurch gab’s natürlich noch ein Schnäpschen. Heinrich Joseph war ein guter Mensch – und hin und wieder tat er (besonders für eine Witwe) auch mal etwas umsonst!
Als er fertig war, sagte die Witwe Lowarts:
„Nun, Heinrich Joseph, was hast du verdient?“
„Schreib es mir, die Kinder bezahlen das.“
„Zapperlot, das muss ich also auch noch aufschreiben!“

Beim Schreiben war er nicht ganz so geschickt wie bei der Arbeit. Heinrich Joseph kritzelte etwas auf einen Zettel, und dort stand schwarz auf weiß:
„Der Witwe Lowarts einen Baum gefällt und gekürzt – ein Taler.
Und dann noch aus Barmherzigkeit zwei Stunden an der Fott gearbeitet – umsonst!“

D Räkening van Hendrikjuasepp

D Wittfrouw Lowarts (noch een hiel passabel Frouwminsch) hauw Plänk nüedig für d Sölder t belegge. Böm hauw se genug wasse. Hendrikjuasepp, d Ramäker muasch hör nu eene Boom ummake. Hä hauw Haksch enn Säg ümmer gout scherp. Vröger wuarten d Böm allemoal mit d Wurtel uutgemaakt. Doa soat noch vöel Brandjhout drin.Sie nöemden dä Wurtel-stock “d Vott van d Boom”.

Hendrikjuasepp magde proaper Werk! Ummake, d Täck uutfäge enn d Boom aafkorte. Dann opp hett leste noch d Vott (Wurtelstock) klen maake. Ungertösche goaf hett ooch noch een Dröppke. Hendrikjuasepp woar eene gouwe Minsch, Nu enn dann dej hà ooch (vürall vür een Wittfrouu) noch gett vür nix!
Wie hä ferdig woar, säet d Wittfrouw Lowarts:
“Enn Hendrikjuasepp, waat höbbste verdent?”
“Schrief hett mich opp, d Kenjer betalen datt.”
“Murrloot, mutt ich datt ooch noch oppschriefe!”

In hett schriefe woar hä neet su’e gout wie aan hett werk. Hendrikjuasepp kritzelde gett opp ee Brefke, enn doa stung schwart opp witt:
“D Wittfrouw Lowarts eene Boom umgemakt enn aafgekorrt, eenen Dalder. Enn dann noch uut Barmhartigheet twie Uahre aan d Vott gewirkt, ummesüss!”






D Räkening van Hendrikjuasepp - Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Die Rechnung vom Heinrich Joseph
D Räkening van Hendrikjuasepp
Die Witwe Lowarts (noch eine recht ansehnliche Frau) brauchte Bretter, um die Speicherdecke zu belegen. Bäume hatte sie genug wachsen. Heinrich Joseph, der Rahmacher (Wagenbauer), musste ihr nun einen Baum fällen. Er hatte Axt und Säge immer gut geschärft. Früher wurden die Bäume stets mit der Wurzel ausgemacht, denn da war noch viel Brennholz drin. Den Wurzelstock nannte man „die Fott des Baumes“.
D Wittfrouw Lowarts (noch een hiel passabel Frouwminsch) hauw Plänk nüedig für d Sölder t belegge. Böm hauw se genug wasse. Hendrikjuasepp, d Ramäker muasch hör nu eene Boom ummake. Hä hauw Haksch enn Säg ümmer gout scherp. Vröger wuarten d Böm allemoal mit d Wurtel uutgemaakt. Doa soat noch vöel Brandjhout drin.Sie nöemden dä Wurtel-stock “d Vott van d Boom”.
Heinrich Joseph machte saubere Arbeit! Er fällte den Baum, fegt die Äste aus und kürzte den Stamm. Und dann zuletzt musste auch noch der Wurzelstock klein gemacht werden. Zwischendurch gab’s natürlich noch ein Schnäpschen. Heinrich Joseph war ein guter Mensch – und hin und wieder tat er (besonders für eine Witwe) auch mal etwas umsonst!
Als er fertig war, sagte die Witwe Lowarts:
„Nun, Heinrich Joseph, was hast du verdient?“
„Schreib es mir, die Kinder bezahlen das.“
„Zapperlot, das muss ich also auch noch aufschreiben!“
Hendrikjuasepp magde proaper Werk! Ummake, d Täck uutfäge enn d Boom aafkorte. Dann opp hett leste noch d Vott (Wurtelstock) klen maake. Ungertösche goaf hett ooch noch een Dröppke. Hendrikjuasepp woar eene gouwe Minsch, Nu enn dann dej hà ooch (vürall vür een Wittfrouu) noch gett vür nix!
Wie hä ferdig woar, säet d Wittfrouw Lowarts:
“Enn Hendrikjuasepp, waat höbbste verdent?”
“Schrief hett mich opp, d Kenjer betalen datt.”
“Murrloot, mutt ich datt ooch noch oppschriefe!”
Beim Schreiben war er nicht ganz so geschickt wie bei der Arbeit. Heinrich Joseph kritzelte etwas auf einen Zettel, und dort stand schwarz auf weiß:
„Der Witwe Lowarts einen Baum gefällt und gekürzt – ein Taler.
Und dann noch aus Barmherzigkeit zwei Stunden an der Fott gearbeitet – umsonst!“
In hett schriefe woar hä neet su’e gout wie aan hett werk. Hendrikjuasepp kritzelde gett opp ee Brefke, enn doa stung schwart opp witt:
“D Wittfrouw Lowarts eene Boom umgemakt enn aafgekorrt, eenen Dalder. Enn dann noch uut Barmhartigheet twie Uahre aan d Vott gewirkt, ummesüss!”




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Wörter: 858
geändert: 22.09.2026
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geändert: 22.09.2026
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Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Feste,Heimat,Oos Platt Sommer 1981

D Räkening van Hendrikjuasepp – Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Ein Mundart Beitrags aus: Selfkant-Platt

Die Rechnung vom Heinrich Joseph

D Räkening van Hendrikjuasepp

verfasst von: {acf_name}
vorgetragen von: {acf_name_des_interpreten_vortragender}

Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Die Witwe Lowarts (noch eine recht ansehnliche Frau) brauchte Bretter, um die Speicherdecke zu belegen. Bäume hatte sie genug wachsen. Heinrich Joseph, der Rahmacher (Wagenbauer), musste ihr nun einen Baum fällen. Er hatte Axt und Säge immer gut geschärft. Früher wurden die Bäume stets mit der Wurzel ausgemacht, denn da war noch viel Brennholz drin. Den Wurzelstock nannte man „die Fott des Baumes“.

Heinrich Joseph machte saubere Arbeit! Er fällte den Baum, fegt die Äste aus und kürzte den Stamm. Und dann zuletzt musste auch noch der Wurzelstock klein gemacht werden. Zwischendurch gab’s natürlich noch ein Schnäpschen. Heinrich Joseph war ein guter Mensch – und hin und wieder tat er (besonders für eine Witwe) auch mal etwas umsonst!
Als er fertig war, sagte die Witwe Lowarts:
„Nun, Heinrich Joseph, was hast du verdient?“
„Schreib es mir, die Kinder bezahlen das.“
„Zapperlot, das muss ich also auch noch aufschreiben!“

Beim Schreiben war er nicht ganz so geschickt wie bei der Arbeit. Heinrich Joseph kritzelte etwas auf einen Zettel, und dort stand schwarz auf weiß:
„Der Witwe Lowarts einen Baum gefällt und gekürzt – ein Taler.
Und dann noch aus Barmherzigkeit zwei Stunden an der Fott gearbeitet – umsonst!“

D Räkening van Hendrikjuasepp

D Wittfrouw Lowarts (noch een hiel passabel Frouwminsch) hauw Plänk nüedig für d Sölder t belegge. Böm hauw se genug wasse. Hendrikjuasepp, d Ramäker muasch hör nu eene Boom ummake. Hä hauw Haksch enn Säg ümmer gout scherp. Vröger wuarten d Böm allemoal mit d Wurtel uutgemaakt. Doa soat noch vöel Brandjhout drin.Sie nöemden dä Wurtel-stock “d Vott van d Boom”.

Hendrikjuasepp magde proaper Werk! Ummake, d Täck uutfäge enn d Boom aafkorte. Dann opp hett leste noch d Vott (Wurtelstock) klen maake. Ungertösche goaf hett ooch noch een Dröppke. Hendrikjuasepp woar eene gouwe Minsch, Nu enn dann dej hà ooch (vürall vür een Wittfrouu) noch gett vür nix!
Wie hä ferdig woar, säet d Wittfrouw Lowarts:
“Enn Hendrikjuasepp, waat höbbste verdent?”
“Schrief hett mich opp, d Kenjer betalen datt.”
“Murrloot, mutt ich datt ooch noch oppschriefe!”

In hett schriefe woar hä neet su’e gout wie aan hett werk. Hendrikjuasepp kritzelde gett opp ee Brefke, enn doa stung schwart opp witt:
“D Wittfrouw Lowarts eene Boom umgemakt enn aafgekorrt, eenen Dalder. Enn dann noch uut Barmhartigheet twie Uahre aan d Vott gewirkt, ummesüss!”






D Räkening van Hendrikjuasepp - Die Rechnung vom Heinrich Joseph

Die Rechnung vom Heinrich Joseph
D Räkening van Hendrikjuasepp
Die Witwe Lowarts (noch eine recht ansehnliche Frau) brauchte Bretter, um die Speicherdecke zu belegen. Bäume hatte sie genug wachsen. Heinrich Joseph, der Rahmacher (Wagenbauer), musste ihr nun einen Baum fällen. Er hatte Axt und Säge immer gut geschärft. Früher wurden die Bäume stets mit der Wurzel ausgemacht, denn da war noch viel Brennholz drin. Den Wurzelstock nannte man „die Fott des Baumes“.
D Wittfrouw Lowarts (noch een hiel passabel Frouwminsch) hauw Plänk nüedig für d Sölder t belegge. Böm hauw se genug wasse. Hendrikjuasepp, d Ramäker muasch hör nu eene Boom ummake. Hä hauw Haksch enn Säg ümmer gout scherp. Vröger wuarten d Böm allemoal mit d Wurtel uutgemaakt. Doa soat noch vöel Brandjhout drin.Sie nöemden dä Wurtel-stock “d Vott van d Boom”.
Heinrich Joseph machte saubere Arbeit! Er fällte den Baum, fegt die Äste aus und kürzte den Stamm. Und dann zuletzt musste auch noch der Wurzelstock klein gemacht werden. Zwischendurch gab’s natürlich noch ein Schnäpschen. Heinrich Joseph war ein guter Mensch – und hin und wieder tat er (besonders für eine Witwe) auch mal etwas umsonst!
Als er fertig war, sagte die Witwe Lowarts:
„Nun, Heinrich Joseph, was hast du verdient?“
„Schreib es mir, die Kinder bezahlen das.“
„Zapperlot, das muss ich also auch noch aufschreiben!“
Hendrikjuasepp magde proaper Werk! Ummake, d Täck uutfäge enn d Boom aafkorte. Dann opp hett leste noch d Vott (Wurtelstock) klen maake. Ungertösche goaf hett ooch noch een Dröppke. Hendrikjuasepp woar eene gouwe Minsch, Nu enn dann dej hà ooch (vürall vür een Wittfrouu) noch gett vür nix!
Wie hä ferdig woar, säet d Wittfrouw Lowarts:
“Enn Hendrikjuasepp, waat höbbste verdent?”
“Schrief hett mich opp, d Kenjer betalen datt.”
“Murrloot, mutt ich datt ooch noch oppschriefe!”
Beim Schreiben war er nicht ganz so geschickt wie bei der Arbeit. Heinrich Joseph kritzelte etwas auf einen Zettel, und dort stand schwarz auf weiß:
„Der Witwe Lowarts einen Baum gefällt und gekürzt – ein Taler.
Und dann noch aus Barmherzigkeit zwei Stunden an der Fott gearbeitet – umsonst!“
In hett schriefe woar hä neet su’e gout wie aan hett werk. Hendrikjuasepp kritzelde gett opp ee Brefke, enn doa stung schwart opp witt:
“D Wittfrouw Lowarts eene Boom umgemakt enn aafgekorrt, eenen Dalder. Enn dann noch uut Barmhartigheet twie Uahre aan d Vott gewirkt, ummesüss!”




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