
Text Mundart
Text hochdeutsch
En Berk an de Kerk wu-ar fröjer ene Lade. Do koosch man von der Hefzweck bis der Steenu-alech an Huushaltsdenge alles jelle.
Do wu-et och noch deftech Plott jekallt.
In Wegberg an der Kirche war früher ein Laden.
Da konnte man vom Hefezweig bis zum Schleifstein und allerlei Haushaltsdingen alles bekommen.
Und dort wurde auch noch ordentlich Platt gesprochen.
Se spru-ak net ji-är Plott, dat wu-ar der de äffe.
Di Ladefrau säät: “Wat dorf et don sin?”
Nun kam da eine Frau herein, die den Feinen mimte.
Sie sprach nicht gern Platt – das war der zu einfach.
Die Ladenfrau sagte:
„Was darf’s denn sein?“
Da sagte die stolze Frau:
„Ein Kartoffeletui!“
Do hau noch nii eene no jefrocht. Nu leet di der I-äpelsämmere kiike, diewu-aren et net.
En I-äpelsmang, och verki-et.
En I-äpelskomp, ene Pott vör I-äpel dren de ku-ake, alles net et rechtije.
En der Stoll hant wer och noch I-äpelskeeste! Nee säät di Frau.
Die Ladenfrau dachte bei sich:
Was mag sie denn damit meinen?
Da hatte noch nie einer nach gefragt.
Nun ließ sie die Kartoffeleimer sehen, die waren es nicht.Eine Kartoffelschüssel, ein Topf für Kartoffel drin zu kochen, alles nicht das richtige. Im Stall haben wir auch noch Kartoffelkisten! Nein, sagte die Frau.
Was nun?
Da fragte die Verkäuferin:
„Wofür brauchen Sie das denn?“
“Er wollt eene Knibbel have? Di stont u-ave op et Schaap.”
Da sagte die feine Frau:
„Da hinein will mein Mann seine Kartoffeln zum Essen mit zur Arbeit nehmen.“
Da ging der Verkäuferin ein Licht auf:
“Sie wollen einen Knibbel haben? Die stehen oben auf dem Schrank.”
Die Feine bezahlte und zog mit dem Knibbel ab.
Danach wurde einmal tüchtig gelacht.
Dann habe ich gefragt:
„Wie heißt Knibbel denn auf Hochdeutsch?“
Da sagte die Verkäuferin:
„Essenskesselträger.“
Aber das weiß ja kaum einer.
Darum bleiben wir lieber bei dem Knibbel – da weiß jeder direkt, was gemeint ist!
Text Mundart
En Berk an de Kerk wu-ar fröjer ene Lade. Do koosch man von der Hefzweck bis der Steenu-alech an Huushaltsdenge alles jelle.
Do wu-et och noch deftech Plott jekallt.
Nu ku-am do en Frau eren, di der Finne en hau.
Se spru-ak net ji-är Plott, dat wu-ar der de äffe.
Di Ladefrau säät: “Wat dorf et don sin?”
Du säät di stoote Frau: “Ein Kartoffeletui!”
Di Frau von dã Lade däät be sech, wat mach di domöt meene?
Do hau noch nii eene no jefrocht. Nu leet di der I-äpelsämmere kiike, diewu-aren et net.
En I-äpelsmang, och verki-et.
En I-äpelskomp, ene Pott vör I-äpel dren de ku-ake, alles net et rechtije.
En der Stoll hant wer och noch I-äpelskeeste! Nee säät di Frau.
Wat nu? Du fru-aret di: “Woför brukt er dat don?”
Du säät die Finne: “Do dren welt mine Mönsch sech et I-äte möt no der Ärbet ni-äme.”
Du jing där Frau ee Lee-it op.
“Er wollt eene Knibbel have? Di stont u-ave op et Schaap.”
Di Finne betaalet un trook mot der Knibbel af.
Donu-a wu-et äns döchtech jeloocht. Du han ech jefrocht: “Wi heescht Knibbel don op Hu-er-Dütsch?”
Du säät die “Essenkessel-träger.”
Äffer dat wet jo koom i-emes. Dovör bliive wer be der Knibbel, do wet jedder träk,wat jement es.
Text hochdeutsch
In Wegberg an der Kirche war früher ein Laden.
Da konnte man vom Hefezweig bis zum Schleifstein und allerlei Haushaltsdingen alles bekommen.
Und dort wurde auch noch ordentlich Platt gesprochen.
Nun kam da eine Frau herein, die den Feinen mimte.
Sie sprach nicht gern Platt – das war der zu einfach.
Die Ladenfrau sagte:
„Was darf’s denn sein?“
Da sagte die stolze Frau:
„Ein Kartoffeletui!“
Die Ladenfrau dachte bei sich:
Was mag sie denn damit meinen?
Da hatte noch nie einer nach gefragt.
Nun ließ sie die Kartoffeleimer sehen, die waren es nicht.Eine Kartoffelschüssel, ein Topf für Kartoffel drin zu kochen, alles nicht das richtige. Im Stall haben wir auch noch Kartoffelkisten! Nein, sagte die Frau.
Was nun?
Da fragte die Verkäuferin:
„Wofür brauchen Sie das denn?“
Da sagte die feine Frau:
„Da hinein will mein Mann seine Kartoffeln zum Essen mit zur Arbeit nehmen.“
Da ging der Verkäuferin ein Licht auf:
“Sie wollen einen Knibbel haben? Die stehen oben auf dem Schrank.”
Die Feine bezahlte und zog mit dem Knibbel ab.
Danach wurde einmal tüchtig gelacht.
Dann habe ich gefragt:
„Wie heißt Knibbel denn auf Hochdeutsch?“
Da sagte die Verkäuferin:
„Essenskesselträger.“
Aber das weiß ja kaum einer.
Darum bleiben wir lieber bei dem Knibbel – da weiß jeder direkt, was gemeint ist!
Dann zeig es uns!
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In Wegberg an der Kirche war früher ein Laden.
Da konnte man vom Hefezweig bis zum Schleifstein und allerlei Haushaltsdingen alles bekommen.
Und dort wurde auch noch ordentlich Platt gesprochen.
Nun kam da eine Frau herein, die den Feinen mimte.
Sie sprach nicht gern Platt – das war der zu einfach.
Die Ladenfrau sagte:
„Was darf’s denn sein?“
Da sagte die stolze Frau:
„Ein Kartoffeletui!“
Die Ladenfrau dachte bei sich:
Was mag sie denn damit meinen?
Da hatte noch nie einer nach gefragt.
Nun ließ sie die Kartoffeleimer sehen, die waren es nicht.Eine Kartoffelschüssel, ein Topf für Kartoffel drin zu kochen, alles nicht das richtige. Im Stall haben wir auch noch Kartoffelkisten! Nein, sagte die Frau.
Was nun?
Da fragte die Verkäuferin:
„Wofür brauchen Sie das denn?“
Da sagte die feine Frau:
„Da hinein will mein Mann seine Kartoffeln zum Essen mit zur Arbeit nehmen.“
Da ging der Verkäuferin ein Licht auf:
“Sie wollen einen Knibbel haben? Die stehen oben auf dem Schrank.”
Die Feine bezahlte und zog mit dem Knibbel ab.
Danach wurde einmal tüchtig gelacht.
Dann habe ich gefragt:
„Wie heißt Knibbel denn auf Hochdeutsch?“
Da sagte die Verkäuferin:
„Essenskesselträger.“
Aber das weiß ja kaum einer.
Darum bleiben wir lieber bei dem Knibbel – da weiß jeder direkt, was gemeint ist!
En Berk an de Kerk wu-ar fröjer ene Lade. Do koosch man von der Hefzweck bis der Steenu-alech an Huushaltsdenge alles jelle.
Do wu-et och noch deftech Plott jekallt.
Nu ku-am do en Frau eren, di der Finne en hau.
Se spru-ak net ji-är Plott, dat wu-ar der de äffe.
Di Ladefrau säät: “Wat dorf et don sin?”
Du säät di stoote Frau: “Ein Kartoffeletui!”
Di Frau von dã Lade däät be sech, wat mach di domöt meene?
Do hau noch nii eene no jefrocht. Nu leet di der I-äpelsämmere kiike, diewu-aren et net.
En I-äpelsmang, och verki-et.
En I-äpelskomp, ene Pott vör I-äpel dren de ku-ake, alles net et rechtije.
En der Stoll hant wer och noch I-äpelskeeste! Nee säät di Frau.
Wat nu? Du fru-aret di: “Woför brukt er dat don?”
Du säät die Finne: “Do dren welt mine Mönsch sech et I-äte möt no der Ärbet ni-äme.”
Du jing där Frau ee Lee-it op.
“Er wollt eene Knibbel have? Di stont u-ave op et Schaap.”
Di Finne betaalet un trook mot der Knibbel af.
Donu-a wu-et äns döchtech jeloocht. Du han ech jefrocht: “Wi heescht Knibbel don op Hu-er-Dütsch?”
Du säät die “Essenkessel-träger.”
Äffer dat wet jo koom i-emes. Dovör bliive wer be der Knibbel, do wet jedder träk,wat jement es.
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Kallt liever plott - Sprich lieber platt
In Wegberg an der Kirche war früher ein Laden.
Da konnte man vom Hefezweig bis zum Schleifstein und allerlei Haushaltsdingen alles bekommen.
Und dort wurde auch noch ordentlich Platt gesprochen.
En Berk an de Kerk wu-ar fröjer ene Lade. Do koosch man von der Hefzweck bis der Steenu-alech an Huushaltsdenge alles jelle.
Do wu-et och noch deftech Plott jekallt.
Nun kam da eine Frau herein, die den Feinen mimte.
Sie sprach nicht gern Platt – das war der zu einfach.
Die Ladenfrau sagte:
„Was darf’s denn sein?“
Se spru-ak net ji-är Plott, dat wu-ar der de äffe.
Di Ladefrau säät: “Wat dorf et don sin?”
Da sagte die stolze Frau:
„Ein Kartoffeletui!“
Die Ladenfrau dachte bei sich:
Was mag sie denn damit meinen?
Da hatte noch nie einer nach gefragt.
Do hau noch nii eene no jefrocht. Nu leet di der I-äpelsämmere kiike, diewu-aren et net.
En I-äpelsmang, och verki-et.
En I-äpelskomp, ene Pott vör I-äpel dren de ku-ake, alles net et rechtije.
En der Stoll hant wer och noch I-äpelskeeste! Nee säät di Frau.
Nun ließ sie die Kartoffeleimer sehen, die waren es nicht.Eine Kartoffelschüssel, ein Topf für Kartoffel drin zu kochen, alles nicht das richtige. Im Stall haben wir auch noch Kartoffelkisten! Nein, sagte die Frau.
Was nun?
Da fragte die Verkäuferin:
„Wofür brauchen Sie das denn?“
Da sagte die feine Frau:
„Da hinein will mein Mann seine Kartoffeln zum Essen mit zur Arbeit nehmen.“
“Er wollt eene Knibbel have? Di stont u-ave op et Schaap.”
Da ging der Verkäuferin ein Licht auf:
“Sie wollen einen Knibbel haben? Die stehen oben auf dem Schrank.”
Die Feine bezahlte und zog mit dem Knibbel ab.
Danach wurde einmal tüchtig gelacht.
Dann habe ich gefragt:
„Wie heißt Knibbel denn auf Hochdeutsch?“
Da sagte die Verkäuferin:
„Essenskesselträger.“
Aber das weiß ja kaum einer.
Darum bleiben wir lieber bei dem Knibbel – da weiß jeder direkt, was gemeint ist!
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Kallt liever plott – Sprich lieber platt
In Wegberg an der Kirche war früher ein Laden.
Da konnte man vom Hefezweig bis zum Schleifstein und allerlei Haushaltsdingen alles bekommen.
Und dort wurde auch noch ordentlich Platt gesprochen.
Nun kam da eine Frau herein, die den Feinen mimte.
Sie sprach nicht gern Platt – das war der zu einfach.
Die Ladenfrau sagte:
„Was darf’s denn sein?“
Da sagte die stolze Frau:
„Ein Kartoffeletui!“
Die Ladenfrau dachte bei sich:
Was mag sie denn damit meinen?
Da hatte noch nie einer nach gefragt.
Nun ließ sie die Kartoffeleimer sehen, die waren es nicht.Eine Kartoffelschüssel, ein Topf für Kartoffel drin zu kochen, alles nicht das richtige. Im Stall haben wir auch noch Kartoffelkisten! Nein, sagte die Frau.
Was nun?
Da fragte die Verkäuferin:
„Wofür brauchen Sie das denn?“
Da sagte die feine Frau:
„Da hinein will mein Mann seine Kartoffeln zum Essen mit zur Arbeit nehmen.“
Da ging der Verkäuferin ein Licht auf:
“Sie wollen einen Knibbel haben? Die stehen oben auf dem Schrank.”
Die Feine bezahlte und zog mit dem Knibbel ab.
Danach wurde einmal tüchtig gelacht.
Dann habe ich gefragt:
„Wie heißt Knibbel denn auf Hochdeutsch?“
Da sagte die Verkäuferin:
„Essenskesselträger.“
Aber das weiß ja kaum einer.
Darum bleiben wir lieber bei dem Knibbel – da weiß jeder direkt, was gemeint ist!
En Berk an de Kerk wu-ar fröjer ene Lade. Do koosch man von der Hefzweck bis der Steenu-alech an Huushaltsdenge alles jelle.
Do wu-et och noch deftech Plott jekallt.
Nu ku-am do en Frau eren, di der Finne en hau.
Se spru-ak net ji-är Plott, dat wu-ar der de äffe.
Di Ladefrau säät: “Wat dorf et don sin?”
Du säät di stoote Frau: “Ein Kartoffeletui!”
Di Frau von dã Lade däät be sech, wat mach di domöt meene?
Do hau noch nii eene no jefrocht. Nu leet di der I-äpelsämmere kiike, diewu-aren et net.
En I-äpelsmang, och verki-et.
En I-äpelskomp, ene Pott vör I-äpel dren de ku-ake, alles net et rechtije.
En der Stoll hant wer och noch I-äpelskeeste! Nee säät di Frau.
Wat nu? Du fru-aret di: “Woför brukt er dat don?”
Du säät die Finne: “Do dren welt mine Mönsch sech et I-äte möt no der Ärbet ni-äme.”
Du jing där Frau ee Lee-it op.
“Er wollt eene Knibbel have? Di stont u-ave op et Schaap.”
Di Finne betaalet un trook mot der Knibbel af.
Donu-a wu-et äns döchtech jeloocht. Du han ech jefrocht: “Wi heescht Knibbel don op Hu-er-Dütsch?”
Du säät die “Essenkessel-träger.”
Äffer dat wet jo koom i-emes. Dovör bliive wer be der Knibbel, do wet jedder träk,wat jement es.
Weitere Texte aus der Zone Schwalmtal-Platt:



Kallt liever plott - Sprich lieber platt
In Wegberg an der Kirche war früher ein Laden.
Da konnte man vom Hefezweig bis zum Schleifstein und allerlei Haushaltsdingen alles bekommen.
Und dort wurde auch noch ordentlich Platt gesprochen.
En Berk an de Kerk wu-ar fröjer ene Lade. Do koosch man von der Hefzweck bis der Steenu-alech an Huushaltsdenge alles jelle.
Do wu-et och noch deftech Plott jekallt.
Nun kam da eine Frau herein, die den Feinen mimte.
Sie sprach nicht gern Platt – das war der zu einfach.
Die Ladenfrau sagte:
„Was darf’s denn sein?“
Se spru-ak net ji-är Plott, dat wu-ar der de äffe.
Di Ladefrau säät: “Wat dorf et don sin?”
Da sagte die stolze Frau:
„Ein Kartoffeletui!“
Die Ladenfrau dachte bei sich:
Was mag sie denn damit meinen?
Da hatte noch nie einer nach gefragt.
Do hau noch nii eene no jefrocht. Nu leet di der I-äpelsämmere kiike, diewu-aren et net.
En I-äpelsmang, och verki-et.
En I-äpelskomp, ene Pott vör I-äpel dren de ku-ake, alles net et rechtije.
En der Stoll hant wer och noch I-äpelskeeste! Nee säät di Frau.
Nun ließ sie die Kartoffeleimer sehen, die waren es nicht.Eine Kartoffelschüssel, ein Topf für Kartoffel drin zu kochen, alles nicht das richtige. Im Stall haben wir auch noch Kartoffelkisten! Nein, sagte die Frau.
Was nun?
Da fragte die Verkäuferin:
„Wofür brauchen Sie das denn?“
Da sagte die feine Frau:
„Da hinein will mein Mann seine Kartoffeln zum Essen mit zur Arbeit nehmen.“
“Er wollt eene Knibbel have? Di stont u-ave op et Schaap.”
Da ging der Verkäuferin ein Licht auf:
“Sie wollen einen Knibbel haben? Die stehen oben auf dem Schrank.”
Die Feine bezahlte und zog mit dem Knibbel ab.
Danach wurde einmal tüchtig gelacht.
Dann habe ich gefragt:
„Wie heißt Knibbel denn auf Hochdeutsch?“
Da sagte die Verkäuferin:
„Essenskesselträger.“
Aber das weiß ja kaum einer.
Darum bleiben wir lieber bei dem Knibbel – da weiß jeder direkt, was gemeint ist!
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