Os Moddersprook

Unsere Muttersprache

Os Moddersprook
Unsere Muttersprache
Os Moddersprook, die kanns de liere,
un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere.
Os Moddersprook dörf nie verjonn.
Wenns de dech Möh jövs,
kanns de die och ball verstonn.
Unsre Muttersprache, die kannst du lernen,
und nicht bloß, wenn wir Karneval feiern.
Unsre Muttersprache darf nie vergehn.
Wenn du dir Mühe gibst,
kannst du die auch bald verstehn.
1. Morje säät man janz frööch am Morje.
Tach zesamme der janz Daach.
Schloop joot, wenn man schloope jeht,
un wenn man sech entschuldich: Deet mech led.
Möm Schöttelplack deet man spööle.
Ies, dat bruck man för te köhle.
En Botteram möt lecker Naat
mach ech jenau su jiär wie Prummetaat.
Su einfach es os Moddersprook.
1. Morgen, sagt man ganz früh am Morgen.
Tag zusammen, den ganzen Tag.
Schlaf gut, wenn man schlafen geht,
und wenn man sich entschuldigt: Tut mir leid.
Mit dem Spültuch tut man spülen.
Eis, das braucht man zum Kühlen.
Ein Butterbrot mit leckerem Kraut
mag ich genau so gern wie Pflaumentorte.
So einfach ist unsere Muttersprache.
2. Bej d´r Frisör, do schnick man dech de Hoore.
En Wooch, die bruck man för te woore.
Be-im Bäcker jöllt man Brütches, Bru-et un Taat.
Schlaat un Iäpele waaße en d´r Jaat.
Zauß un Iäpele jöv et bej en Mohlzick.
Wat es, su froch man, wenn Eene blöd kick.
Em Wenkter dräät man Händsche, wenn et kalt es.
Em Su-emer näcke Maue, wenn et wärm es.
Su einfach es os Moddersprook.
2. Beim Friseur, da schneidet man dir die Haare.
Eine Waage, die braucht man zu Wiegen.
Beim Bäcker kauft man Brötchen, Brot und Torte.
Salat und Möhren wachsen im Garten.
Soße und Kartoffeln gibt es bei einer Mahlzeit.
Was ist, so fragt man, wenn einer blöd guckt.
Im Winter trägt man Handschuhe, wenn es kalt ist.
Im Sommer nackte Arme, weil es warm ist.
So einfach ist unsre Muttersprache.
3. Wä Wenk em Buuk hätt, kritt schnell Buukping.
Un nasse Wääsch, die hänk man op en Wääschling.
De Oure hät man, dat man alles sütt.
De Uhre, dat man hüet, wenn Eene kütt.
Os Platt liäv vam Jeföhl, net van d´r Kopp.
Wenn Platt jekallt wüd, hüet dat Fingdonn op.
Bej Pech mööt man sech en d´r Hengesch biete.
Wä jet net well, säät: Du kanns mech jet schiete.
Su deftich es os Moddersprook.
3. Wer Wind im Bauch hat, kriegt schnell Bauchschmerzen.
Und nasse Wäsche , die hängt man auf eine Wäscheleine.
Die Augen hat man, dass man alles sieht.
Die Ohren, dass man hört, wenn jemand kommt.
Unser Platt lebt vom Gefühl, nicht von dem Kopf.
Wenn Platt gesprochen wird, hört das fein Tun auf.
Bei Pech möchte man sich in den Hintern beißen.
Wer was nicht will, sagt: Du kannst mir was schei…
So deftig ist unsre Muttersprache.
4. Et Bett, dat heesch och all ens Vottskull.
Wä to völl schwaat, dat es en Schwaatmull.
Vom Ferke jöv et Liäverwu-esch un Schenk.
Un Zuppefleesch, dat krieje ver vam Renk.
Wiemele un Äppel, Ki-esche, Prumme,
die jöv et ut d´r Jaat, wo Be-ije humme.
Wisse Korn, dä heesch och Äfe Jries.
Üver ne Quiärkopp säät man: Dat es enne Knieß.
Su es dat bej os Moddersprook.
4. Das Bett, das heißt auch schon man Furzkuhle.
Wer zu viel quatscht, das ist eine Dauerrednerin.
Vom Schwein gibt es Leberwurst und Schinken.
Und Suppenfleisch, das kriegen wir vom Rind.
Johannisbeeren und Äpfel, Kirschen, Pflaumen,
die gibt es aus dem Garten, wo Bienen summen.
Weißer Koren, der heißt auch Einfacher Grauer.
Über einen Querkopf sagt man: Das ist ein Stänkerer.
So ist das bei unserer Muttersprache.

Text Mundart

Os Moddersprook

Os Moddersprook, die kanns de liere,
un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere.
Os Moddersprook dörf nie verjonn.
Wenns de dech Möh jövs,
kanns de die och ball verstonn.

1. Morje säät man janz frööch am Morje.
Tach zesamme der janz Daach.
Schloop joot, wenn man schloope jeht,
un wenn man sech entschuldich: Deet mech led.
Möm Schöttelplack deet man spööle.
Ies, dat bruck man för te köhle.
En Botteram möt lecker Naat
mach ech jenau su jiär wie Prummetaat.
Su einfach es os Moddersprook.

2. Bej d´r Frisör, do schnick man dech de Hoore.
En Wooch, die bruck man för te woore.
Be-im Bäcker jöllt man Brütches, Bru-et un Taat.
Schlaat un Iäpele waaße en d´r Jaat.
Zauß un Iäpele jöv et bej en Mohlzick.
Wat es, su froch man, wenn Eene blöd kick.
Em Wenkter dräät man Händsche, wenn et kalt es.
Em Su-emer näcke Maue, wenn et wärm es.
Su einfach es os Moddersprook.

3. Wä Wenk em Buuk hätt, kritt schnell Buukping.
Un nasse Wääsch, die hänk man op en Wääschling.
De Oure hät man, dat man alles sütt.
De Uhre, dat man hüet, wenn Eene kütt.
Os Platt liäv vam Jeföhl, net van d´r Kopp.
Wenn Platt jekallt wüd, hüet dat Fingdonn op.
Bej Pech mööt man sech en d´r Hengesch biete.
Wä jet net well, säät: Du kanns mech jet schiete.
Su deftich es os Moddersprook.

4. Et Bett, dat heesch och all ens Vottskull.
Wä to völl schwaat, dat es en Schwaatmull.
Vom Ferke jöv et Liäverwu-esch un Schenk.
Un Zuppefleesch, dat krieje ver vam Renk.
Wiemele un Äppel, Ki-esche, Prumme,
die jöv et ut d´r Jaat, wo Be-ije humme.
Wisse Korn, dä heesch och Äfe Jries.
Üver ne Quiärkopp säät man: Dat es enne Knieß.
Su es dat bej os Moddersprook.

Text hochdeutsch

Unsere Muttersprache

Unsre Muttersprache, die kannst du lernen,
und nicht bloß, wenn wir Karneval feiern.
Unsre Muttersprache darf nie vergehn.
Wenn du dir Mühe gibst,
kannst du die auch bald verstehn.

1. Morgen, sagt man ganz früh am Morgen.
Tag zusammen, den ganzen Tag.
Schlaf gut, wenn man schlafen geht,
und wenn man sich entschuldigt: Tut mir leid.
Mit dem Spültuch tut man spülen.
Eis, das braucht man zum Kühlen.
Ein Butterbrot mit leckerem Kraut
mag ich genau so gern wie Pflaumentorte.
So einfach ist unsere Muttersprache.

2. Beim Friseur, da schneidet man dir die Haare.
Eine Waage, die braucht man zu Wiegen.
Beim Bäcker kauft man Brötchen, Brot und Torte.
Salat und Möhren wachsen im Garten.
Soße und Kartoffeln gibt es bei einer Mahlzeit.
Was ist, so fragt man, wenn einer blöd guckt.
Im Winter trägt man Handschuhe, wenn es kalt ist.
Im Sommer nackte Arme, weil es warm ist.
So einfach ist unsre Muttersprache.

3. Wer Wind im Bauch hat, kriegt schnell Bauchschmerzen.
Und nasse Wäsche , die hängt man auf eine Wäscheleine.
Die Augen hat man, dass man alles sieht.
Die Ohren, dass man hört, wenn jemand kommt.
Unser Platt lebt vom Gefühl, nicht von dem Kopf.
Wenn Platt gesprochen wird, hört das fein Tun auf.
Bei Pech möchte man sich in den Hintern beißen.
Wer was nicht will, sagt: Du kannst mir was schei…
So deftig ist unsre Muttersprache.

4. Das Bett, das heißt auch schon man Furzkuhle.
Wer zu viel quatscht, das ist eine Dauerrednerin.
Vom Schwein gibt es Leberwurst und Schinken.
Und Suppenfleisch, das kriegen wir vom Rind.
Johannisbeeren und Äpfel, Kirschen, Pflaumen,
die gibt es aus dem Garten, wo Bienen summen.
Weißer Koren, der heißt auch Einfacher Grauer.
Über einen Querkopf sagt man: Das ist ein Stänkerer.
So ist das bei unserer Muttersprache.

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Über den Autor

Theo Schläger

aus Katzem

Theo Schläger ist mit Platt aufgewachsen, hat in dieser Sprache auch denken gelernt, wie er sagt. In seiner Umgebung sprachen zu der Zeit alle Platt. Deutsch war seine „erste Fremdsprache“ mit Schulbeginn. Er schreibt schon seit Jahren Beiträge (vornehmlich Gedichte) in Platt in der Rheinischen Post, aber auch Lieder in Mundart. Auf drei CDs des Heimatvereins sind sie zu hören. In der Zeit als Rektor in der Lövenicher Grundschule bot er Mundart-AGs an. Erstaunlich war die unglaublich sichere Aneignung der Mundart in den Liedern, die er für die Kinder schrieb. Die Kinderlieder sind auf CD, als Liederbuch und mit einer Arbeitsmappe in allen Grundschulen des Kreises verfügbar. Seit Jahren veranstaltet er Mundartabende im Heimatverein der Erkelenzer Lande, von denen die weihnachtlichen Mundartabende besonders geschätzt sind. Dafür übertrug er traditionelle Lieder zum gemeinsamen Singen in die heimische Mundart. 

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Unsere Muttersprache

Unsre Muttersprache, die kannst du lernen,
und nicht bloß, wenn wir Karneval feiern.
Unsre Muttersprache darf nie vergehn.
Wenn du dir Mühe gibst,
kannst du die auch bald verstehn.

1. Morgen, sagt man ganz früh am Morgen.
Tag zusammen, den ganzen Tag.
Schlaf gut, wenn man schlafen geht,
und wenn man sich entschuldigt: Tut mir leid.
Mit dem Spültuch tut man spülen.
Eis, das braucht man zum Kühlen.
Ein Butterbrot mit leckerem Kraut
mag ich genau so gern wie Pflaumentorte.
So einfach ist unsere Muttersprache.

2. Beim Friseur, da schneidet man dir die Haare.
Eine Waage, die braucht man zu Wiegen.
Beim Bäcker kauft man Brötchen, Brot und Torte.
Salat und Möhren wachsen im Garten.
Soße und Kartoffeln gibt es bei einer Mahlzeit.
Was ist, so fragt man, wenn einer blöd guckt.
Im Winter trägt man Handschuhe, wenn es kalt ist.
Im Sommer nackte Arme, weil es warm ist.
So einfach ist unsre Muttersprache.

3. Wer Wind im Bauch hat, kriegt schnell Bauchschmerzen.
Und nasse Wäsche , die hängt man auf eine Wäscheleine.
Die Augen hat man, dass man alles sieht.
Die Ohren, dass man hört, wenn jemand kommt.
Unser Platt lebt vom Gefühl, nicht von dem Kopf.
Wenn Platt gesprochen wird, hört das fein Tun auf.
Bei Pech möchte man sich in den Hintern beißen.
Wer was nicht will, sagt: Du kannst mir was schei…
So deftig ist unsre Muttersprache.

4. Das Bett, das heißt auch schon man Furzkuhle.
Wer zu viel quatscht, das ist eine Dauerrednerin.
Vom Schwein gibt es Leberwurst und Schinken.
Und Suppenfleisch, das kriegen wir vom Rind.
Johannisbeeren und Äpfel, Kirschen, Pflaumen,
die gibt es aus dem Garten, wo Bienen summen.
Weißer Koren, der heißt auch Einfacher Grauer.
Über einen Querkopf sagt man: Das ist ein Stänkerer.
So ist das bei unserer Muttersprache.

Os Moddersprook

Os Moddersprook, die kanns de liere,
un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere.
Os Moddersprook dörf nie verjonn.
Wenns de dech Möh jövs,
kanns de die och ball verstonn.

1. Morje säät man janz frööch am Morje.
Tach zesamme der janz Daach.
Schloop joot, wenn man schloope jeht,
un wenn man sech entschuldich: Deet mech led.
Möm Schöttelplack deet man spööle.
Ies, dat bruck man för te köhle.
En Botteram möt lecker Naat
mach ech jenau su jiär wie Prummetaat.
Su einfach es os Moddersprook.

2. Bej d´r Frisör, do schnick man dech de Hoore.
En Wooch, die bruck man för te woore.
Be-im Bäcker jöllt man Brütches, Bru-et un Taat.
Schlaat un Iäpele waaße en d´r Jaat.
Zauß un Iäpele jöv et bej en Mohlzick.
Wat es, su froch man, wenn Eene blöd kick.
Em Wenkter dräät man Händsche, wenn et kalt es.
Em Su-emer näcke Maue, wenn et wärm es.
Su einfach es os Moddersprook.

3. Wä Wenk em Buuk hätt, kritt schnell Buukping.
Un nasse Wääsch, die hänk man op en Wääschling.
De Oure hät man, dat man alles sütt.
De Uhre, dat man hüet, wenn Eene kütt.
Os Platt liäv vam Jeföhl, net van d´r Kopp.
Wenn Platt jekallt wüd, hüet dat Fingdonn op.
Bej Pech mööt man sech en d´r Hengesch biete.
Wä jet net well, säät: Du kanns mech jet schiete.
Su deftich es os Moddersprook.

4. Et Bett, dat heesch och all ens Vottskull.
Wä to völl schwaat, dat es en Schwaatmull.
Vom Ferke jöv et Liäverwu-esch un Schenk.
Un Zuppefleesch, dat krieje ver vam Renk.
Wiemele un Äppel, Ki-esche, Prumme,
die jöv et ut d´r Jaat, wo Be-ije humme.
Wisse Korn, dä heesch och Äfe Jries.
Üver ne Quiärkopp säät man: Dat es enne Knieß.
Su es dat bej os Moddersprook.






Os Moddersprook - Unsere Muttersprache

Unsere Muttersprache
Os Moddersprook
Unsre Muttersprache, die kannst du lernen,
und nicht bloß, wenn wir Karneval feiern.
Unsre Muttersprache darf nie vergehn.
Wenn du dir Mühe gibst,
kannst du die auch bald verstehn.
Os Moddersprook, die kanns de liere,
un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere.
Os Moddersprook dörf nie verjonn.
Wenns de dech Möh jövs,
kanns de die och ball verstonn.
1. Morgen, sagt man ganz früh am Morgen.
Tag zusammen, den ganzen Tag.
Schlaf gut, wenn man schlafen geht,
und wenn man sich entschuldigt: Tut mir leid.
Mit dem Spültuch tut man spülen.
Eis, das braucht man zum Kühlen.
Ein Butterbrot mit leckerem Kraut
mag ich genau so gern wie Pflaumentorte.
So einfach ist unsere Muttersprache.
1. Morje säät man janz frööch am Morje.
Tach zesamme der janz Daach.
Schloop joot, wenn man schloope jeht,
un wenn man sech entschuldich: Deet mech led.
Möm Schöttelplack deet man spööle.
Ies, dat bruck man för te köhle.
En Botteram möt lecker Naat
mach ech jenau su jiär wie Prummetaat.
Su einfach es os Moddersprook.
2. Beim Friseur, da schneidet man dir die Haare.
Eine Waage, die braucht man zu Wiegen.
Beim Bäcker kauft man Brötchen, Brot und Torte.
Salat und Möhren wachsen im Garten.
Soße und Kartoffeln gibt es bei einer Mahlzeit.
Was ist, so fragt man, wenn einer blöd guckt.
Im Winter trägt man Handschuhe, wenn es kalt ist.
Im Sommer nackte Arme, weil es warm ist.
So einfach ist unsre Muttersprache.
2. Bej d´r Frisör, do schnick man dech de Hoore.
En Wooch, die bruck man för te woore.
Be-im Bäcker jöllt man Brütches, Bru-et un Taat.
Schlaat un Iäpele waaße en d´r Jaat.
Zauß un Iäpele jöv et bej en Mohlzick.
Wat es, su froch man, wenn Eene blöd kick.
Em Wenkter dräät man Händsche, wenn et kalt es.
Em Su-emer näcke Maue, wenn et wärm es.
Su einfach es os Moddersprook.
3. Wer Wind im Bauch hat, kriegt schnell Bauchschmerzen.
Und nasse Wäsche , die hängt man auf eine Wäscheleine.
Die Augen hat man, dass man alles sieht.
Die Ohren, dass man hört, wenn jemand kommt.
Unser Platt lebt vom Gefühl, nicht von dem Kopf.
Wenn Platt gesprochen wird, hört das fein Tun auf.
Bei Pech möchte man sich in den Hintern beißen.
Wer was nicht will, sagt: Du kannst mir was schei…
So deftig ist unsre Muttersprache.
3. Wä Wenk em Buuk hätt, kritt schnell Buukping.
Un nasse Wääsch, die hänk man op en Wääschling.
De Oure hät man, dat man alles sütt.
De Uhre, dat man hüet, wenn Eene kütt.
Os Platt liäv vam Jeföhl, net van d´r Kopp.
Wenn Platt jekallt wüd, hüet dat Fingdonn op.
Bej Pech mööt man sech en d´r Hengesch biete.
Wä jet net well, säät: Du kanns mech jet schiete.
Su deftich es os Moddersprook.
4. Das Bett, das heißt auch schon man Furzkuhle.
Wer zu viel quatscht, das ist eine Dauerrednerin.
Vom Schwein gibt es Leberwurst und Schinken.
Und Suppenfleisch, das kriegen wir vom Rind.
Johannisbeeren und Äpfel, Kirschen, Pflaumen,
die gibt es aus dem Garten, wo Bienen summen.
Weißer Koren, der heißt auch Einfacher Grauer.
Über einen Querkopf sagt man: Das ist ein Stänkerer.
So ist das bei unserer Muttersprache.
4. Et Bett, dat heesch och all ens Vottskull.
Wä to völl schwaat, dat es en Schwaatmull.
Vom Ferke jöv et Liäverwu-esch un Schenk.
Un Zuppefleesch, dat krieje ver vam Renk.
Wiemele un Äppel, Ki-esche, Prumme,
die jöv et ut d´r Jaat, wo Be-ije humme.
Wisse Korn, dä heesch och Äfe Jries.
Üver ne Quiärkopp säät man: Dat es enne Knieß.
Su es dat bej os Moddersprook.




text
Wörter: 239
geändert: 25.03.2026
Audio MundartAudio HochdeutchAutor NameAutor FotoAutor Beschr.

Wenns de om Kerkhof legs – Wenn du auf dem Friedhof liegst

Wenns de om Kerkhof legs – Wenn du auf dem Friedhof liegst

Wenns de om Kerkhof legs 1. Wenns de om Kerkhof legs, dann häste endlich Rouh. Dann mäcks de een för…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Gefühlswelt,Heim und Haus,Kirche,Ratschlag
text
Wörter: 348
geändert: 25.03.2026
Audio MundartAudio HochdeutchAutor NameAutor FotoAutor Beschr.

Os Moddersprook – Unsere Muttersprache

Os Moddersprook – Unsere Muttersprache

Os Moddersprook Os Moddersprook, die kanns de liere, un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere. Os Moddersprook dörf nie verjonn.…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Gefühlswelt,Heim und Haus,Heimat,Kinder,Lied
text
Wörter: 330
geändert: 25.03.2026
Audio MundartAudio HochdeutchAutor NameAutor FotoAutor Beschr.

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp – Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp – Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp un ver höppete em Höppes hin…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Arbeitsleben,Gefühlswelt,Heim und Haus,Kinder,Kindheit,Lied
text
Wörter: 237
geändert: 20.03.2026
Audio MundartAudio HochdeutchAutor NameAutor FotoAutor Beschr.

Weihnachte fröher – Weihnachten früher

Weihnachte fröher – Weihnachten früher

Weihnachte fröher Wie hänn ech fröher mech op Weihnachte jefreut, och wenn mech immer wi-er möm Chreskenk wu-ed jedräut. All…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Feste,Gefühlswelt,Heim und Haus,Kindheit,Lied

Os Moddersprook – Unsere Muttersprache

Ein Mundart Beitrags aus: Baaler Riedelland - Erkelenzer Börde

Unsere Muttersprache

Os Moddersprook

verfasst von: {acf_name}
vorgetragen von: {acf_name_des_interpreten_vortragender}

Unsere Muttersprache

Unsre Muttersprache, die kannst du lernen,
und nicht bloß, wenn wir Karneval feiern.
Unsre Muttersprache darf nie vergehn.
Wenn du dir Mühe gibst,
kannst du die auch bald verstehn.

1. Morgen, sagt man ganz früh am Morgen.
Tag zusammen, den ganzen Tag.
Schlaf gut, wenn man schlafen geht,
und wenn man sich entschuldigt: Tut mir leid.
Mit dem Spültuch tut man spülen.
Eis, das braucht man zum Kühlen.
Ein Butterbrot mit leckerem Kraut
mag ich genau so gern wie Pflaumentorte.
So einfach ist unsere Muttersprache.

2. Beim Friseur, da schneidet man dir die Haare.
Eine Waage, die braucht man zu Wiegen.
Beim Bäcker kauft man Brötchen, Brot und Torte.
Salat und Möhren wachsen im Garten.
Soße und Kartoffeln gibt es bei einer Mahlzeit.
Was ist, so fragt man, wenn einer blöd guckt.
Im Winter trägt man Handschuhe, wenn es kalt ist.
Im Sommer nackte Arme, weil es warm ist.
So einfach ist unsre Muttersprache.

3. Wer Wind im Bauch hat, kriegt schnell Bauchschmerzen.
Und nasse Wäsche , die hängt man auf eine Wäscheleine.
Die Augen hat man, dass man alles sieht.
Die Ohren, dass man hört, wenn jemand kommt.
Unser Platt lebt vom Gefühl, nicht von dem Kopf.
Wenn Platt gesprochen wird, hört das fein Tun auf.
Bei Pech möchte man sich in den Hintern beißen.
Wer was nicht will, sagt: Du kannst mir was schei…
So deftig ist unsre Muttersprache.

4. Das Bett, das heißt auch schon man Furzkuhle.
Wer zu viel quatscht, das ist eine Dauerrednerin.
Vom Schwein gibt es Leberwurst und Schinken.
Und Suppenfleisch, das kriegen wir vom Rind.
Johannisbeeren und Äpfel, Kirschen, Pflaumen,
die gibt es aus dem Garten, wo Bienen summen.
Weißer Koren, der heißt auch Einfacher Grauer.
Über einen Querkopf sagt man: Das ist ein Stänkerer.
So ist das bei unserer Muttersprache.

Os Moddersprook

Os Moddersprook, die kanns de liere,
un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere.
Os Moddersprook dörf nie verjonn.
Wenns de dech Möh jövs,
kanns de die och ball verstonn.

1. Morje säät man janz frööch am Morje.
Tach zesamme der janz Daach.
Schloop joot, wenn man schloope jeht,
un wenn man sech entschuldich: Deet mech led.
Möm Schöttelplack deet man spööle.
Ies, dat bruck man för te köhle.
En Botteram möt lecker Naat
mach ech jenau su jiär wie Prummetaat.
Su einfach es os Moddersprook.

2. Bej d´r Frisör, do schnick man dech de Hoore.
En Wooch, die bruck man för te woore.
Be-im Bäcker jöllt man Brütches, Bru-et un Taat.
Schlaat un Iäpele waaße en d´r Jaat.
Zauß un Iäpele jöv et bej en Mohlzick.
Wat es, su froch man, wenn Eene blöd kick.
Em Wenkter dräät man Händsche, wenn et kalt es.
Em Su-emer näcke Maue, wenn et wärm es.
Su einfach es os Moddersprook.

3. Wä Wenk em Buuk hätt, kritt schnell Buukping.
Un nasse Wääsch, die hänk man op en Wääschling.
De Oure hät man, dat man alles sütt.
De Uhre, dat man hüet, wenn Eene kütt.
Os Platt liäv vam Jeföhl, net van d´r Kopp.
Wenn Platt jekallt wüd, hüet dat Fingdonn op.
Bej Pech mööt man sech en d´r Hengesch biete.
Wä jet net well, säät: Du kanns mech jet schiete.
Su deftich es os Moddersprook.

4. Et Bett, dat heesch och all ens Vottskull.
Wä to völl schwaat, dat es en Schwaatmull.
Vom Ferke jöv et Liäverwu-esch un Schenk.
Un Zuppefleesch, dat krieje ver vam Renk.
Wiemele un Äppel, Ki-esche, Prumme,
die jöv et ut d´r Jaat, wo Be-ije humme.
Wisse Korn, dä heesch och Äfe Jries.
Üver ne Quiärkopp säät man: Dat es enne Knieß.
Su es dat bej os Moddersprook.






Os Moddersprook - Unsere Muttersprache

Unsere Muttersprache
Os Moddersprook
Unsre Muttersprache, die kannst du lernen,
und nicht bloß, wenn wir Karneval feiern.
Unsre Muttersprache darf nie vergehn.
Wenn du dir Mühe gibst,
kannst du die auch bald verstehn.
Os Moddersprook, die kanns de liere,
un net bloß, wenn ver Fastelovend fiere.
Os Moddersprook dörf nie verjonn.
Wenns de dech Möh jövs,
kanns de die och ball verstonn.
1. Morgen, sagt man ganz früh am Morgen.
Tag zusammen, den ganzen Tag.
Schlaf gut, wenn man schlafen geht,
und wenn man sich entschuldigt: Tut mir leid.
Mit dem Spültuch tut man spülen.
Eis, das braucht man zum Kühlen.
Ein Butterbrot mit leckerem Kraut
mag ich genau so gern wie Pflaumentorte.
So einfach ist unsere Muttersprache.
1. Morje säät man janz frööch am Morje.
Tach zesamme der janz Daach.
Schloop joot, wenn man schloope jeht,
un wenn man sech entschuldich: Deet mech led.
Möm Schöttelplack deet man spööle.
Ies, dat bruck man för te köhle.
En Botteram möt lecker Naat
mach ech jenau su jiär wie Prummetaat.
Su einfach es os Moddersprook.
2. Beim Friseur, da schneidet man dir die Haare.
Eine Waage, die braucht man zu Wiegen.
Beim Bäcker kauft man Brötchen, Brot und Torte.
Salat und Möhren wachsen im Garten.
Soße und Kartoffeln gibt es bei einer Mahlzeit.
Was ist, so fragt man, wenn einer blöd guckt.
Im Winter trägt man Handschuhe, wenn es kalt ist.
Im Sommer nackte Arme, weil es warm ist.
So einfach ist unsre Muttersprache.
2. Bej d´r Frisör, do schnick man dech de Hoore.
En Wooch, die bruck man för te woore.
Be-im Bäcker jöllt man Brütches, Bru-et un Taat.
Schlaat un Iäpele waaße en d´r Jaat.
Zauß un Iäpele jöv et bej en Mohlzick.
Wat es, su froch man, wenn Eene blöd kick.
Em Wenkter dräät man Händsche, wenn et kalt es.
Em Su-emer näcke Maue, wenn et wärm es.
Su einfach es os Moddersprook.
3. Wer Wind im Bauch hat, kriegt schnell Bauchschmerzen.
Und nasse Wäsche , die hängt man auf eine Wäscheleine.
Die Augen hat man, dass man alles sieht.
Die Ohren, dass man hört, wenn jemand kommt.
Unser Platt lebt vom Gefühl, nicht von dem Kopf.
Wenn Platt gesprochen wird, hört das fein Tun auf.
Bei Pech möchte man sich in den Hintern beißen.
Wer was nicht will, sagt: Du kannst mir was schei…
So deftig ist unsre Muttersprache.
3. Wä Wenk em Buuk hätt, kritt schnell Buukping.
Un nasse Wääsch, die hänk man op en Wääschling.
De Oure hät man, dat man alles sütt.
De Uhre, dat man hüet, wenn Eene kütt.
Os Platt liäv vam Jeföhl, net van d´r Kopp.
Wenn Platt jekallt wüd, hüet dat Fingdonn op.
Bej Pech mööt man sech en d´r Hengesch biete.
Wä jet net well, säät: Du kanns mech jet schiete.
Su deftich es os Moddersprook.
4. Das Bett, das heißt auch schon man Furzkuhle.
Wer zu viel quatscht, das ist eine Dauerrednerin.
Vom Schwein gibt es Leberwurst und Schinken.
Und Suppenfleisch, das kriegen wir vom Rind.
Johannisbeeren und Äpfel, Kirschen, Pflaumen,
die gibt es aus dem Garten, wo Bienen summen.
Weißer Koren, der heißt auch Einfacher Grauer.
Über einen Querkopf sagt man: Das ist ein Stänkerer.
So ist das bei unserer Muttersprache.
4. Et Bett, dat heesch och all ens Vottskull.
Wä to völl schwaat, dat es en Schwaatmull.
Vom Ferke jöv et Liäverwu-esch un Schenk.
Un Zuppefleesch, dat krieje ver vam Renk.
Wiemele un Äppel, Ki-esche, Prumme,
die jöv et ut d´r Jaat, wo Be-ije humme.
Wisse Korn, dä heesch och Äfe Jries.
Üver ne Quiärkopp säät man: Dat es enne Knieß.
Su es dat bej os Moddersprook.




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