Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
un ver höppete em Höppes hin un hiär.
Töschedurch jov et en Botteram möt Naat drop,
denn en Botteram möt Naat hodde ver jiär.
Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel
und wir hüpften in dem Hüpffeld hin und her.
Dazwischen gab es ein Butterbrot mit Kraut,
denn ein Butterbrot mit Kraut hatten wir gern.
1. Et molrjens hu-ete ver d´r Hahn all kriehe.
De Honder lääte all et i-eschte Ei.
Os Mama wuar all Bru-et un Weck am schni-e
För Botteramme, dat jeng eins-zwei-drei.
Tefoot dann no de Schöll möt d´r Tornister.
Dren wuare Tafel, Jreffel, Schamm un Lapp.
Fas jedes Kenk hott miehrere Jeschwister
un för et Jeld, do sorjet immer bloß d´r Papp.
Jo, dat wuar esu. Un ver Kenger wuare fruh.
1. Morgens hörten wir den Hahn schon krähen.
Die Hühner legten schon das erste Ei.
Unsre Mama schnitt schon Brot und Weck
für Butterbrote. Das ging eins zwei drei.
Zu Fuß dann zur Schule mit dem Tornister.
Drin waren Tafel, Griffel, Schwamm und Lappen.
Fast jedes Kind hatte mehrere Geschwister
und für das Geld, da sorgte immer bloß der Vater.
Ja das war so. Und wir Kinder waren froh.
2. Et nommedaachs wuar immer jet te werke.
I-esch werke un dann konns de spi-ele jonn.
De Honder foore, sorje för de Ferke.
Dat moote och ver Kenger all mötdonn.
Et ovends suate se all jiär tesaame.
Em Huus uder em Su-emer an de Stroot.
Wä dreckich wuar, dä bruak sech nett e schame.
De meeschte werkete bis ovends spoot-
Jo dat…
2. Nachmittags war immer was zu arbeiten.
Erst arbeiten und dann konntest du spielen gehn.
Die Hühner füttern, sorgen für die Schweine.
Das mussten auch wir Kinder schon mittun.
Abends saßen sie gern alle zusammen.
Im Haus oder Im Sommer an der Straße.
Wer dreckig war, der brauchte sich nicht zu schämen.
Die meisten arbeiteten bis abends spät.
Ja das…
3. Jeder holp, wenn Eene en d´r Nu-et wuar.
Denn man koss jo ball d´r Nächste senn.
Un wenn en Modder ens em Kengerbett luach,
dann spronge treck de Nobeschfraue en.
Fas jeder hott enne Jaat henger si Hüske.
Do trook dä Iäpele, Iäze, Muhre, Schlaat.
De Omma hott et Enkelkenk om Schüsske.
Un Kirmes juav et selvsjebacke Tatt.
Jo dat…
3.Jeder half, wenn einer in Not war.
Denn man konnte ja bald der Nächste sein.
Und wenn eine Mutter mal im Kindsbett lag,
dann sprangen direkt die Nachbarsfrauen ein.
Fast jeder hatte einen Garten hinter seinem Häuschen.
Da baute der Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Salat an.
Die Oma hatte das Enkelkind auf dem Schoß.
Und Kirmes gab es selbstgebackene Torte.
Ja das…
4. Em Fääl, do huets de noch de Lerche senge.
De Bure werkete noch möt de Piäd.
Em Bäu jenge de Fraue Schobbe benge.
Jekoch wu-et o penne jru-ete Kualehiäd.
Un medse op d´r Hof, do wuar de Meeß.
Do stonk et off, doch dat wuar janz ejal.
Em Wenkter drääschete se Kuar un Weeß.
Un platt te kalle, dat wuar janz normal.
Jo dat…
4. Im Feld, da hörtest du noch die Lerchen singen.
Die Bauern arbeiteten noch mit den Pferden.
Bei der Ernte gingen die Frauen Garben binden.
Gekocht wurde auf einem großen Kohleherd.
Und mitten auf dem Hof, da war der Mist.
Da stank es oft, doch das war ganz egal.
Im Winter droschen sie Roggen und Weizen.
Und platt zu sprechen, das war ganz normal.
Ja das…

Text Mundart

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
un ver höppete em Höppes hin un hiär.
Töschedurch jov et en Botteram möt Naat drop,
denn en Botteram möt Naat hodde ver jiär.

1. Et molrjens hu-ete ver d´r Hahn all kriehe.
De Honder lääte all et i-eschte Ei.
Os Mama wuar all Bru-et un Weck am schni-e
För Botteramme, dat jeng eins-zwei-drei.
Tefoot dann no de Schöll möt d´r Tornister.
Dren wuare Tafel, Jreffel, Schamm un Lapp.
Fas jedes Kenk hott miehrere Jeschwister
un för et Jeld, do sorjet immer bloß d´r Papp.
Jo, dat wuar esu. Un ver Kenger wuare fruh.

2. Et nommedaachs wuar immer jet te werke.
I-esch werke un dann konns de spi-ele jonn.
De Honder foore, sorje för de Ferke.
Dat moote och ver Kenger all mötdonn.
Et ovends suate se all jiär tesaame.
Em Huus uder em Su-emer an de Stroot.
Wä dreckich wuar, dä bruak sech nett e schame.
De meeschte werkete bis ovends spoot-
Jo dat…

3. Jeder holp, wenn Eene en d´r Nu-et wuar.
Denn man koss jo ball d´r Nächste senn.
Un wenn en Modder ens em Kengerbett luach,
dann spronge treck de Nobeschfraue en.
Fas jeder hott enne Jaat henger si Hüske.
Do trook dä Iäpele, Iäze, Muhre, Schlaat.
De Omma hott et Enkelkenk om Schüsske.
Un Kirmes juav et selvsjebacke Tatt.
Jo dat…

4. Em Fääl, do huets de noch de Lerche senge.
De Bure werkete noch möt de Piäd.
Em Bäu jenge de Fraue Schobbe benge.
Jekoch wu-et o penne jru-ete Kualehiäd.
Un medse op d´r Hof, do wuar de Meeß.
Do stonk et off, doch dat wuar janz ejal.
Em Wenkter drääschete se Kuar un Weeß.
Un platt te kalle, dat wuar janz normal.
Jo dat…

Text hochdeutsch

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel
und wir hüpften in dem Hüpffeld hin und her.
Dazwischen gab es ein Butterbrot mit Kraut,
denn ein Butterbrot mit Kraut hatten wir gern.

1. Morgens hörten wir den Hahn schon krähen.
Die Hühner legten schon das erste Ei.
Unsre Mama schnitt schon Brot und Weck
für Butterbrote. Das ging eins zwei drei.
Zu Fuß dann zur Schule mit dem Tornister.
Drin waren Tafel, Griffel, Schwamm und Lappen.
Fast jedes Kind hatte mehrere Geschwister
und für das Geld, da sorgte immer bloß der Vater.
Ja das war so. Und wir Kinder waren froh.

2. Nachmittags war immer was zu arbeiten.
Erst arbeiten und dann konntest du spielen gehn.
Die Hühner füttern, sorgen für die Schweine.
Das mussten auch wir Kinder schon mittun.
Abends saßen sie gern alle zusammen.
Im Haus oder Im Sommer an der Straße.
Wer dreckig war, der brauchte sich nicht zu schämen.
Die meisten arbeiteten bis abends spät.
Ja das…

3.Jeder half, wenn einer in Not war.
Denn man konnte ja bald der Nächste sein.
Und wenn eine Mutter mal im Kindsbett lag,
dann sprangen direkt die Nachbarsfrauen ein.
Fast jeder hatte einen Garten hinter seinem Häuschen.
Da baute der Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Salat an.
Die Oma hatte das Enkelkind auf dem Schoß.
Und Kirmes gab es selbstgebackene Torte.
Ja das…

4. Im Feld, da hörtest du noch die Lerchen singen.
Die Bauern arbeiteten noch mit den Pferden.
Bei der Ernte gingen die Frauen Garben binden.
Gekocht wurde auf einem großen Kohleherd.
Und mitten auf dem Hof, da war der Mist.
Da stank es oft, doch das war ganz egal.
Im Winter droschen sie Roggen und Weizen.
Und platt zu sprechen, das war ganz normal.
Ja das…

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Über den Autor

Theo Schläger

aus Katzem

Theo Schläger ist mit Platt aufgewachsen, hat in dieser Sprache auch denken gelernt, wie er sagt. In seiner Umgebung sprachen zu der Zeit alle Platt. Deutsch war seine „erste Fremdsprache“ mit Schulbeginn. Er schreibt schon seit Jahren Beiträge (vornehmlich Gedichte) in Platt in der Rheinischen Post, aber auch Lieder in Mundart. Auf drei CDs des Heimatvereins sind sie zu hören. In der Zeit als Rektor in der Lövenicher Grundschule bot er Mundart-AGs an. Erstaunlich war die unglaublich sichere Aneignung der Mundart in den Liedern, die er für die Kinder schrieb. Die Kinderlieder sind auf CD, als Liederbuch und mit einer Arbeitsmappe in allen Grundschulen des Kreises verfügbar. Seit Jahren veranstaltet er Mundartabende im Heimatverein der Erkelenzer Lande, von denen die weihnachtlichen Mundartabende besonders geschätzt sind. Dafür übertrug er traditionelle Lieder zum gemeinsamen Singen in die heimische Mundart. 

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Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel
und wir hüpften in dem Hüpffeld hin und her.
Dazwischen gab es ein Butterbrot mit Kraut,
denn ein Butterbrot mit Kraut hatten wir gern.

1. Morgens hörten wir den Hahn schon krähen.
Die Hühner legten schon das erste Ei.
Unsre Mama schnitt schon Brot und Weck
für Butterbrote. Das ging eins zwei drei.
Zu Fuß dann zur Schule mit dem Tornister.
Drin waren Tafel, Griffel, Schwamm und Lappen.
Fast jedes Kind hatte mehrere Geschwister
und für das Geld, da sorgte immer bloß der Vater.
Ja das war so. Und wir Kinder waren froh.

2. Nachmittags war immer was zu arbeiten.
Erst arbeiten und dann konntest du spielen gehn.
Die Hühner füttern, sorgen für die Schweine.
Das mussten auch wir Kinder schon mittun.
Abends saßen sie gern alle zusammen.
Im Haus oder Im Sommer an der Straße.
Wer dreckig war, der brauchte sich nicht zu schämen.
Die meisten arbeiteten bis abends spät.
Ja das…

3.Jeder half, wenn einer in Not war.
Denn man konnte ja bald der Nächste sein.
Und wenn eine Mutter mal im Kindsbett lag,
dann sprangen direkt die Nachbarsfrauen ein.
Fast jeder hatte einen Garten hinter seinem Häuschen.
Da baute der Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Salat an.
Die Oma hatte das Enkelkind auf dem Schoß.
Und Kirmes gab es selbstgebackene Torte.
Ja das…

4. Im Feld, da hörtest du noch die Lerchen singen.
Die Bauern arbeiteten noch mit den Pferden.
Bei der Ernte gingen die Frauen Garben binden.
Gekocht wurde auf einem großen Kohleherd.
Und mitten auf dem Hof, da war der Mist.
Da stank es oft, doch das war ganz egal.
Im Winter droschen sie Roggen und Weizen.
Und platt zu sprechen, das war ganz normal.
Ja das…

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
un ver höppete em Höppes hin un hiär.
Töschedurch jov et en Botteram möt Naat drop,
denn en Botteram möt Naat hodde ver jiär.

1. Et molrjens hu-ete ver d´r Hahn all kriehe.
De Honder lääte all et i-eschte Ei.
Os Mama wuar all Bru-et un Weck am schni-e
För Botteramme, dat jeng eins-zwei-drei.
Tefoot dann no de Schöll möt d´r Tornister.
Dren wuare Tafel, Jreffel, Schamm un Lapp.
Fas jedes Kenk hott miehrere Jeschwister
un för et Jeld, do sorjet immer bloß d´r Papp.
Jo, dat wuar esu. Un ver Kenger wuare fruh.

2. Et nommedaachs wuar immer jet te werke.
I-esch werke un dann konns de spi-ele jonn.
De Honder foore, sorje för de Ferke.
Dat moote och ver Kenger all mötdonn.
Et ovends suate se all jiär tesaame.
Em Huus uder em Su-emer an de Stroot.
Wä dreckich wuar, dä bruak sech nett e schame.
De meeschte werkete bis ovends spoot-
Jo dat…

3. Jeder holp, wenn Eene en d´r Nu-et wuar.
Denn man koss jo ball d´r Nächste senn.
Un wenn en Modder ens em Kengerbett luach,
dann spronge treck de Nobeschfraue en.
Fas jeder hott enne Jaat henger si Hüske.
Do trook dä Iäpele, Iäze, Muhre, Schlaat.
De Omma hott et Enkelkenk om Schüsske.
Un Kirmes juav et selvsjebacke Tatt.
Jo dat…

4. Em Fääl, do huets de noch de Lerche senge.
De Bure werkete noch möt de Piäd.
Em Bäu jenge de Fraue Schobbe benge.
Jekoch wu-et o penne jru-ete Kualehiäd.
Un medse op d´r Hof, do wuar de Meeß.
Do stonk et off, doch dat wuar janz ejal.
Em Wenkter drääschete se Kuar un Weeß.
Un platt te kalle, dat wuar janz normal.
Jo dat…






Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp - Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel
und wir hüpften in dem Hüpffeld hin und her.
Dazwischen gab es ein Butterbrot mit Kraut,
denn ein Butterbrot mit Kraut hatten wir gern.
Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
un ver höppete em Höppes hin un hiär.
Töschedurch jov et en Botteram möt Naat drop,
denn en Botteram möt Naat hodde ver jiär.
1. Morgens hörten wir den Hahn schon krähen.
Die Hühner legten schon das erste Ei.
Unsre Mama schnitt schon Brot und Weck
für Butterbrote. Das ging eins zwei drei.
Zu Fuß dann zur Schule mit dem Tornister.
Drin waren Tafel, Griffel, Schwamm und Lappen.
Fast jedes Kind hatte mehrere Geschwister
und für das Geld, da sorgte immer bloß der Vater.
Ja das war so. Und wir Kinder waren froh.
1. Et molrjens hu-ete ver d´r Hahn all kriehe.
De Honder lääte all et i-eschte Ei.
Os Mama wuar all Bru-et un Weck am schni-e
För Botteramme, dat jeng eins-zwei-drei.
Tefoot dann no de Schöll möt d´r Tornister.
Dren wuare Tafel, Jreffel, Schamm un Lapp.
Fas jedes Kenk hott miehrere Jeschwister
un för et Jeld, do sorjet immer bloß d´r Papp.
Jo, dat wuar esu. Un ver Kenger wuare fruh.
2. Nachmittags war immer was zu arbeiten.
Erst arbeiten und dann konntest du spielen gehn.
Die Hühner füttern, sorgen für die Schweine.
Das mussten auch wir Kinder schon mittun.
Abends saßen sie gern alle zusammen.
Im Haus oder Im Sommer an der Straße.
Wer dreckig war, der brauchte sich nicht zu schämen.
Die meisten arbeiteten bis abends spät.
Ja das…
2. Et nommedaachs wuar immer jet te werke.
I-esch werke un dann konns de spi-ele jonn.
De Honder foore, sorje för de Ferke.
Dat moote och ver Kenger all mötdonn.
Et ovends suate se all jiär tesaame.
Em Huus uder em Su-emer an de Stroot.
Wä dreckich wuar, dä bruak sech nett e schame.
De meeschte werkete bis ovends spoot-
Jo dat…
3.Jeder half, wenn einer in Not war.
Denn man konnte ja bald der Nächste sein.
Und wenn eine Mutter mal im Kindsbett lag,
dann sprangen direkt die Nachbarsfrauen ein.
Fast jeder hatte einen Garten hinter seinem Häuschen.
Da baute der Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Salat an.
Die Oma hatte das Enkelkind auf dem Schoß.
Und Kirmes gab es selbstgebackene Torte.
Ja das…
3. Jeder holp, wenn Eene en d´r Nu-et wuar.
Denn man koss jo ball d´r Nächste senn.
Un wenn en Modder ens em Kengerbett luach,
dann spronge treck de Nobeschfraue en.
Fas jeder hott enne Jaat henger si Hüske.
Do trook dä Iäpele, Iäze, Muhre, Schlaat.
De Omma hott et Enkelkenk om Schüsske.
Un Kirmes juav et selvsjebacke Tatt.
Jo dat…
4. Im Feld, da hörtest du noch die Lerchen singen.
Die Bauern arbeiteten noch mit den Pferden.
Bei der Ernte gingen die Frauen Garben binden.
Gekocht wurde auf einem großen Kohleherd.
Und mitten auf dem Hof, da war der Mist.
Da stank es oft, doch das war ganz egal.
Im Winter droschen sie Roggen und Weizen.
Und platt zu sprechen, das war ganz normal.
Ja das…
4. Em Fääl, do huets de noch de Lerche senge.
De Bure werkete noch möt de Piäd.
Em Bäu jenge de Fraue Schobbe benge.
Jekoch wu-et o penne jru-ete Kualehiäd.
Un medse op d´r Hof, do wuar de Meeß.
Do stonk et off, doch dat wuar janz ejal.
Em Wenkter drääschete se Kuar un Weeß.
Un platt te kalle, dat wuar janz normal.
Jo dat…




text
Wörter: 348
geändert: 25.03.2026
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text
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geändert: 25.03.2026
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Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Arbeitsleben,Gefühlswelt,Heim und Haus,Kinder,Kindheit,Lied
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geändert: 20.03.2026
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Wörter: 220
geändert: 20.03.2026
Audio MundartAudio HochdeutchAutor NameAutor FotoAutor Beschr.

Eemol hüet et Hätz te schlare op – Einmal hört das Herz zu schlagen auf

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Eemol hüet et Hätz te schlare op Eemol hüet et Hätz te schlare op. Eemol wüd och dinge Wääch jestopp.…
von {acf_name}
Interpret: {acf_name_des_interpreten_vortragender}
Gefühlswelt,Kirche,Ratschlag

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp – Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Ein Mundart Beitrags aus: Baaler Riedelland - Erkelenzer Börde

Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

verfasst von: {acf_name}
vorgetragen von: {acf_name_des_interpreten_vortragender}

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel
und wir hüpften in dem Hüpffeld hin und her.
Dazwischen gab es ein Butterbrot mit Kraut,
denn ein Butterbrot mit Kraut hatten wir gern.

1. Morgens hörten wir den Hahn schon krähen.
Die Hühner legten schon das erste Ei.
Unsre Mama schnitt schon Brot und Weck
für Butterbrote. Das ging eins zwei drei.
Zu Fuß dann zur Schule mit dem Tornister.
Drin waren Tafel, Griffel, Schwamm und Lappen.
Fast jedes Kind hatte mehrere Geschwister
und für das Geld, da sorgte immer bloß der Vater.
Ja das war so. Und wir Kinder waren froh.

2. Nachmittags war immer was zu arbeiten.
Erst arbeiten und dann konntest du spielen gehn.
Die Hühner füttern, sorgen für die Schweine.
Das mussten auch wir Kinder schon mittun.
Abends saßen sie gern alle zusammen.
Im Haus oder Im Sommer an der Straße.
Wer dreckig war, der brauchte sich nicht zu schämen.
Die meisten arbeiteten bis abends spät.
Ja das…

3.Jeder half, wenn einer in Not war.
Denn man konnte ja bald der Nächste sein.
Und wenn eine Mutter mal im Kindsbett lag,
dann sprangen direkt die Nachbarsfrauen ein.
Fast jeder hatte einen Garten hinter seinem Häuschen.
Da baute der Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Salat an.
Die Oma hatte das Enkelkind auf dem Schoß.
Und Kirmes gab es selbstgebackene Torte.
Ja das…

4. Im Feld, da hörtest du noch die Lerchen singen.
Die Bauern arbeiteten noch mit den Pferden.
Bei der Ernte gingen die Frauen Garben binden.
Gekocht wurde auf einem großen Kohleherd.
Und mitten auf dem Hof, da war der Mist.
Da stank es oft, doch das war ganz egal.
Im Winter droschen sie Roggen und Weizen.
Und platt zu sprechen, das war ganz normal.
Ja das…

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
un ver höppete em Höppes hin un hiär.
Töschedurch jov et en Botteram möt Naat drop,
denn en Botteram möt Naat hodde ver jiär.

1. Et molrjens hu-ete ver d´r Hahn all kriehe.
De Honder lääte all et i-eschte Ei.
Os Mama wuar all Bru-et un Weck am schni-e
För Botteramme, dat jeng eins-zwei-drei.
Tefoot dann no de Schöll möt d´r Tornister.
Dren wuare Tafel, Jreffel, Schamm un Lapp.
Fas jedes Kenk hott miehrere Jeschwister
un för et Jeld, do sorjet immer bloß d´r Papp.
Jo, dat wuar esu. Un ver Kenger wuare fruh.

2. Et nommedaachs wuar immer jet te werke.
I-esch werke un dann konns de spi-ele jonn.
De Honder foore, sorje för de Ferke.
Dat moote och ver Kenger all mötdonn.
Et ovends suate se all jiär tesaame.
Em Huus uder em Su-emer an de Stroot.
Wä dreckich wuar, dä bruak sech nett e schame.
De meeschte werkete bis ovends spoot-
Jo dat…

3. Jeder holp, wenn Eene en d´r Nu-et wuar.
Denn man koss jo ball d´r Nächste senn.
Un wenn en Modder ens em Kengerbett luach,
dann spronge treck de Nobeschfraue en.
Fas jeder hott enne Jaat henger si Hüske.
Do trook dä Iäpele, Iäze, Muhre, Schlaat.
De Omma hott et Enkelkenk om Schüsske.
Un Kirmes juav et selvsjebacke Tatt.
Jo dat…

4. Em Fääl, do huets de noch de Lerche senge.
De Bure werkete noch möt de Piäd.
Em Bäu jenge de Fraue Schobbe benge.
Jekoch wu-et o penne jru-ete Kualehiäd.
Un medse op d´r Hof, do wuar de Meeß.
Do stonk et off, doch dat wuar janz ejal.
Em Wenkter drääschete se Kuar un Weeß.
Un platt te kalle, dat wuar janz normal.
Jo dat…






Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp - Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel

Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
Früher spielten wir Kinder mit dem Kreisel
und wir hüpften in dem Hüpffeld hin und her.
Dazwischen gab es ein Butterbrot mit Kraut,
denn ein Butterbrot mit Kraut hatten wir gern.
Fröher spi-elete ver Kenger möt d´r Dilldopp
un ver höppete em Höppes hin un hiär.
Töschedurch jov et en Botteram möt Naat drop,
denn en Botteram möt Naat hodde ver jiär.
1. Morgens hörten wir den Hahn schon krähen.
Die Hühner legten schon das erste Ei.
Unsre Mama schnitt schon Brot und Weck
für Butterbrote. Das ging eins zwei drei.
Zu Fuß dann zur Schule mit dem Tornister.
Drin waren Tafel, Griffel, Schwamm und Lappen.
Fast jedes Kind hatte mehrere Geschwister
und für das Geld, da sorgte immer bloß der Vater.
Ja das war so. Und wir Kinder waren froh.
1. Et molrjens hu-ete ver d´r Hahn all kriehe.
De Honder lääte all et i-eschte Ei.
Os Mama wuar all Bru-et un Weck am schni-e
För Botteramme, dat jeng eins-zwei-drei.
Tefoot dann no de Schöll möt d´r Tornister.
Dren wuare Tafel, Jreffel, Schamm un Lapp.
Fas jedes Kenk hott miehrere Jeschwister
un för et Jeld, do sorjet immer bloß d´r Papp.
Jo, dat wuar esu. Un ver Kenger wuare fruh.
2. Nachmittags war immer was zu arbeiten.
Erst arbeiten und dann konntest du spielen gehn.
Die Hühner füttern, sorgen für die Schweine.
Das mussten auch wir Kinder schon mittun.
Abends saßen sie gern alle zusammen.
Im Haus oder Im Sommer an der Straße.
Wer dreckig war, der brauchte sich nicht zu schämen.
Die meisten arbeiteten bis abends spät.
Ja das…
2. Et nommedaachs wuar immer jet te werke.
I-esch werke un dann konns de spi-ele jonn.
De Honder foore, sorje för de Ferke.
Dat moote och ver Kenger all mötdonn.
Et ovends suate se all jiär tesaame.
Em Huus uder em Su-emer an de Stroot.
Wä dreckich wuar, dä bruak sech nett e schame.
De meeschte werkete bis ovends spoot-
Jo dat…
3.Jeder half, wenn einer in Not war.
Denn man konnte ja bald der Nächste sein.
Und wenn eine Mutter mal im Kindsbett lag,
dann sprangen direkt die Nachbarsfrauen ein.
Fast jeder hatte einen Garten hinter seinem Häuschen.
Da baute der Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Salat an.
Die Oma hatte das Enkelkind auf dem Schoß.
Und Kirmes gab es selbstgebackene Torte.
Ja das…
3. Jeder holp, wenn Eene en d´r Nu-et wuar.
Denn man koss jo ball d´r Nächste senn.
Un wenn en Modder ens em Kengerbett luach,
dann spronge treck de Nobeschfraue en.
Fas jeder hott enne Jaat henger si Hüske.
Do trook dä Iäpele, Iäze, Muhre, Schlaat.
De Omma hott et Enkelkenk om Schüsske.
Un Kirmes juav et selvsjebacke Tatt.
Jo dat…
4. Im Feld, da hörtest du noch die Lerchen singen.
Die Bauern arbeiteten noch mit den Pferden.
Bei der Ernte gingen die Frauen Garben binden.
Gekocht wurde auf einem großen Kohleherd.
Und mitten auf dem Hof, da war der Mist.
Da stank es oft, doch das war ganz egal.
Im Winter droschen sie Roggen und Weizen.
Und platt zu sprechen, das war ganz normal.
Ja das…
4. Em Fääl, do huets de noch de Lerche senge.
De Bure werkete noch möt de Piäd.
Em Bäu jenge de Fraue Schobbe benge.
Jekoch wu-et o penne jru-ete Kualehiäd.
Un medse op d´r Hof, do wuar de Meeß.
Do stonk et off, doch dat wuar janz ejal.
Em Wenkter drääschete se Kuar un Weeß.
Un platt te kalle, dat wuar janz normal.
Jo dat…




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